Verein "Kindergefängnis Bad Freienwalde "/
Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder Ost
Kongress am 07. November 2015 
11-18 Uhr Eintritt frei
Gedenkstätte Berliner Mauer-Besucherzentrum
Bernauer-Str.119
13355 Berlin-Mitte

Willkommen auf unserer Homepage

Am 09.01.2012 haben wir Roland Herrmann, Andre`Pahl und Brigitte Schreiber

den Verein „Kindergefängnis Bad Freienwalde n.e.V 

gegründet !

               
Der Verein hat bisher 20 Mitglieder und wir haben in der zwischenzeit schon 
                24 ehemalige Heimkinder gefunden die im
           ehemligen Durchgangsheim Bad Freienwalde waren!!!

 
    
Wir wollen für ehemalige Heiminsassen vom ehemaligen Durchgangsheim Bad Freienwalde als Anlaufstelle  gesehen werden.
            Gemäß unserer Satzung haben wir den Wunsch diesen „Ehemaligen“ bei der Aufarbeitung des damals geschehenen zur Seite zu stehen.

    Sowohl mit dieser Hompage als auch durch persönliche Gespräche, wobei wir auch keinesfalls die Angehörigen dabei nicht außer Acht lassen wollen.

Wir freuen uns über jeden Klick auf unsere Seite!

Bitte hinterlaßt ruhig Eure Spur in unserem Gästebuch!
 Wir helfen damit denen,die noch nicht soweit sind und
        selbst schreiben können,weil das damals erlebte noch zu tief sitzt!





Hier noch einen Hinweis zum Gästebuch: Die Betreiber dieser Hompage behalten sich vor die Einträge in`s Gästebuch erst nach kurzer Zeit freizuschalten!
Von daher kann es etwas dauern bis der Eintrag zu lesen ist!!!






 



 

 

      1.Ehemaligentreffen 2013 Durchgangsheim Bad Freienwalde 

    Unser 1.Ehemaligentreffen der Kinder und Jugendlichen die im    
    Durchgangsheim Bad Freienwalde waren ist geplant für den   
                         1.+2.Juni 2013 !!!
    Ein Mitglied unseres Verein`s hat uns zu sich eingeladen!
    Wir können bei Ihr campen ob mit Wohnwagen oder mit dem Zelt  
    oder einfach nur im Schlafsack..........am Lagerfeuer !
    Sanitäranlage ist vorhanden.
    Bei Bedarf gibt es auch eine Pension im Ort!

    Für Essen wird gesorgt und Getränke gibt es in jeder  
    Geschmacksrichtung und zu erschwinglichen Preisen!

    Wer Interesse daran hat gemeinsam mit anderen Betroffenen und  
    auch deren Angehörigen in ungezwungener Umgebung zusammen  
    zu sein,der melde sich bitte unter folgender Mailadresse mit dem  
    Betreff:  1.Treffen an!


                      wilderose40@googlemail.com 

    Weitere Information,wie Ort des Treffen und den Anfahrtsweg  
    geben wir nach der Anmeldung bekannt!

      Der Vorstand des Vereins "Kindergefängnis Bad Freienwalde



Fürstenwalde den 24.01.2013
====================================================================== ​Fürstenwalde 19.04.2012
Wir begrüßen eine neue ehemalige Insassin des Durchgangsheimes,wir hatten ein sehr langes und angenehmes Telefongespräch!

26. Januar

Am Montag den 30.01.2012 um 12 Uhr ist es soweit, einige ehemalige damals minderjährigen Heimkinder treffen sich in Bad Freienwalde um gemeinsam mit einem Fernsehteam dieses damalige Durchgangsheim aufzusuchen ...es ist für die meisten ein gewaltiger Schritt um ihre Vergangenheit aufzuarbeiten ... Der Verein "Kindergefängnis Bad Freienwalde "n.e.V insbesondere der 1.Vorsitzende  hat dazu aufgerufen und dazu die Kontakte hergestellt, um damit die breite Öffentlichkeit auf ihren Kampf um Rehabilitierung aufmerksam zu machen !!!

Die Zeitung schreibt dazu:
Ehemalige Insassen besuchen Durchgangsheim in Bad Freienwalde
www.die-mark-online.de
Bad Freienwalde (MOZ) Im Durchgangsheim Bad Freienwalde mussten zu DDR-Zeiten Kinder hinter Gittern leben und teilweise Zwangsarbeit verrichten. Am Montag besuchten Opfer das erste Mal seit der Wende das Gebäude, das für sie kein Zuhause, sondern ein Hort des Schreckens war.
 
30.01.2012 nun stehen wir vor dem jetzigen Tor.....
Alle sind sehr aufgeregt ... hoffentlich verkraften es alle....
Es soweit, einige Betroffene stellen sich ihrer Vergangenheit....
 
 
Dieser Tag wurde für alle und in jeder Hinsicht ein großer Erfolg :
Man traf  gegen 11.30Uhr vor dem Tor des ehemaligen Durchgangsheimes in Bad Freienwalde auf alle die uns begleiten wollten ,
in dem Fall: Roland, Andre', Klaus und Hartmuth und meine Person Brigitte!
Dann  war da ein netter Herr der die Schlüssel hatte und uns dann ins Haus ließ und dann waren da Frau Hahms (eine RBB - Reporterin mit ihre...m Kameramann und dem Tonmann )
dann Kerstin Kuzia in Begleitung von Christian Sachsen dem Wissenschaftler und zu guter letzt noch Frau Neuendorf und ihr Fotograf von der Märkischen Oderzeitung !

Alle waren sehr angespannt, denn keiner wusste, was uns erwartet!
Aber schon auf dem Hof merkte man schnell, das die Betroffenen es kaum aushielten und jeder fing zu erzählen an, was er noch wusste und schnell kam alles wieder !
Obwohl keinerlei Überbleibsel von vor über 30 Jahren noch vorhanden war, schafften diese vier Betroffene Männer es doch uns alles so darzustellen, dass man sich fast in die damalige Zeit zurückversetzt sah!!!
So gingen wir durch das gesamte Haus und vor unserem geistigen Auge erschufen Sie uns die Hölle von damals!





Hier mal ein Mail -Kontaktaufnahme duch ein Ehemaliges Heimkind vom Durchgangsheim Bad Freienwalde im Juni 2012:  (persönliche Inhalte wurden weggelassen !Datenschutz)
hallo roland,
wie mir yvonne gestern mitteilte, suchst du nach ehemaligen aus dem d-heim bad freienwalde. hier ist eine!
in der zeit von ende oktober 1972 bis juni 1973 "durfte" ich mich dort aufhalten. ich weiss sehr wenig aus dieser zeit, namen garnicht. einige vorkommnisse sind mir in erinnerung geblieben. während meines aufenthaltes dort fanden in berlin die weltfestspiele statt. wir mädchen, unten "beheimatet" durften deshalb wohl 2x nach oben zur jungsetage. im gruppenraum der jungs haben wir wohl was singen "dürfen" oder was im fernsehen angeschaut, ich weiss nicht mehr genau. der heimleiter, ein alter sack mit ich glaub holzbein oder so, ein widerling vor dem herrn. hat die bengels getreten und als ich mal einen laut schreien und weinen hörte, sind mir die nerven durchgegangen. ich schrie durchs ganze haus in etwa: >nun hat der schon n holzbeen und schlägt uns immer noch!<  du kannst dir vorstellen, dass es nicht gut bei dem ankam. ich durfte auf unserem "kleinen" flur im entengang hin und her laufen. als ich nicht mehr konnte und er hinter mir schrie ich solle weiter machen, hab ich nen heulkrampf bekommen und gesagt und wenn er mich tottritt, ich kann nicht mehr. was dann geschah weiss ich nicht mehr. wie der kerl hiess weiss ich nicht genau, mir schwirrt der name krüger oder schuster im kopf herum.  
ja es war die hölle auf erden und ich bin dankbar dort lebend rausgekommen zu sein. es kam häufiger vor, dass ich bei trockener marmeladenstulle und nem becher tee im bau sass. "meine" zelle befand sich genau gegenüber vom gerichtsgebäude. man konnte die leute sehen, ich denke es war ein flur wo man sich aufgehalten hat. sie schauten zu uns herüber und wir haben auch mal gewunken, wohl in der hoffnung man würde uns endlich rauslassen.
ich arbeitete in einem flauchbau im hof, dort wurden aus peddigrohr blumenständer und blumenhalter hergestellt. einmal versuchte jemand auszubrechen, er wurde gefasst. die mauer war mit stacheldraht und glasscherben präpariert. eine nette erzieherin ist mir in erinnerung, war schon etwas älter, schlank, etwas grösser. sie sagte wenn jemand entlassen wurde wir sehen uns bestimmt wieder. ich hab ihr versprochen, mich sieht sie niemehr wieder. mein versprechen hielt ich. oh ja, es sind einige schreckliche erinnerungen in meinem gedächtnis.
vor kurzem fand eine besichtigung von ehemaligen statt, ich erfuhr leider zu spät davon, so dass ich leider nicht daran teilnehmen konnte. würde das gern noch mal von innen sehen, ich bin mir sicher, dadurch kämen auch weitere erinnerungen hoch.
es freut mich ausserordentlich, einen ehemaligen leidensgenossen gefunden zu haben.
frag was immer du fragen magst, ich hoffe wir finden weitere ehemalige.
einen angenehmen tag wünsch ich dir und verbleib mit den besten grüssen k......   



Hallo K...., ich bin Brigitte und erledige das mit dem Internet, wir haben beide gerade Deine Mail gelesen!
Wir sind ein Verein in dem schon 10 Mitglieder sind und wir kennen noch einige Leute mehr die dort waren !
Wenn du magst,der Roland telefoniert lieber mit Euch,Du kannst gerne anrufen,oder schick uns Deine Nummer und wir rufen an !
Wir freuen uns das Du Dich meldest Liebe Grüße Roland & Brigitte


hallo brigitte, hallo roland,
vielen dank für eure prompte reaktion.
also ich freu mich dass ich gleichgesinnte finde, in eurem forum war ich bereits lesen. den rainer j. kenn ich. wenn nochmal ein treffen in bad freienwalde stattfindet, bin ich auf alle fälle dabei. ich hoffe doch sehr, ihr trefft euch nochmal dort? hab mir auch die Bilder angeschaut und mir schossen sofort die tränen in die augen, obwohl ich keinerlei erinnerungen an namen hab und auch so viele gedächtnisslücken bestehen. ich denke mal die erinnerungslücken sind ein schutzmechanismus den der körper automatisch einrichtet, wenn er einschätzt es ist für mich noch nicht tragbar mich zu erinnern. aber ich will mich erinnern und ich glaub es könnte geschehen wenn ich wieder dort hin gehe und mir alles anschaue.
das treppengeländer durfte ich einige male mit ner zahnbürste putzen, das weiss ich noch, ich war wohl ungezogen, aufmüpfig, nicht pflegeleicht. :- ((
einen schönen tag wünsch ich euch und drück euch ganz fest die daumen dass ihr noch mehr ehemalige findet.
liebe grüsse sendet euch k.... :- ))


Und dann wurde telefoniert und es war ein sehr interessantes und intensives sowie herzliches Gespräch !



Roland Herrmann vertrat uns auf dem 16.Bundeskongress und hielt am Sonntag 13.05.2012 folgende Ansprache:
Zitat:

Als Vorstandsvorsitzendes des Vereins „ Kindergefängnis Bad Freienwalde „
fühle ich mich geehrt heute hier zu Ihnen sprechen zu dürfen!

In der Hoffnung das wir Rehabilitierungs- Antragsteller endlich einmal ernst genommen werden, denn wir fordern eine Rehabilitierung und keine Fondlösung!

Da es inzwischen sehr viele Zeitzeugenaussagen gibt, die sich in ihrem Inhalt gleichen, und somit das Unrecht unabhängig von einander bestätigen,
ist trotz dem die Rehabilitierungskammer nicht bereit
im Land Brandenburg zu rehabilitieren.

Eine Aufklärung im Namen der Opfer ist zwingend notwendig und wäre rechtens,
denn wenn ein Unrechtsstaat selbst einsieht,
das Durchgangsheime zu Displinierungseinrichtungen zu verkommen drohten und dadurch 1987 aufgelöst wurden und dies zwei Jahre vor der Wende
dann wäre es die Pflicht in einem demokratischen Staat dieses ehemalige Unrecht anzuerkennen und die Opfer zu rehabilitieren und nicht weiter einer Willkür unseres Staates auszusetzen!

Hiermit fordere ich Sie auf das Gleichheitsgesetz der Rechtssprechung der BRD zur Anwendung geltend zu machen, denn durch das aussagekräftige Gutachten des Ministerium des Landes Brandenburg und der jetzt vorliegenden umfangreichen Expertise über die Ungesetzliche Inhaftierungen durch die Jugendhilfe der DDR von Kindern und Jugendlichen
sowohl in Bad Freienwalde als auch in anderen Einrichtungen und Spezialheimen,
ergibt sich kein Spielraum im Bezug nehmend auf den JWH Torgau der durch die 5.Kammer des Berliner Strafsenats Moabit rehabilitiert wurde.

Es wurden zwei ehemalige Gefängnisse der DDR genutzt wo Jugendliche ohne Gerichtsurteil menschenunwürdig inhaftiert und gequält wurden, dies waren Torgau und Bad Freienwalde.

Damit komme ich zu der Auffassung dass die meisten ehemals roten Richter und rote Staatsanwälte,
sowie die Verantwortlichen für die Aktenaufbewahrung die vermutlich auch ehemals Stasimitarbeiter waren,
dieses dunkle Geheimnis vertuschen möchten,
da sie befürchten ihren Job, ihre Stellung oder ihr Amt zu verlieren!

Jeder Richter oder Staatsanwalt des Landes Brandenburg der etwas anderes behauptet oder versucht zu verharmlosen den klage ich der Befangenheit je nach Grad auch der Lüge an. Eine Anzeige wegen Rechtbeugung und Amtsmissbrauchs wäre nicht ausgeschlossen.

Ich danke den anwesenden Opfern und alle anderen Anwesenden für Ihre Aufmerksamkeit!!!


Gleich im Anschluß sprach Norda Kraul - 1.Vorsitzende des DEMO-Landesverein Brandenburg e.V auf diesem 16. Bundeskongress:
Und man könnte fast denken,Beide hätten sich abgesprochen! 
Denn beide Reden passten gut zu einander :
Norda Krauel sagt , Zitat:

Sehr geehrte Damen und Herren,
ich bedanke mich bei ihnen herzlichst für die Einladung vom LAKD Land Brandenburg zur Konferenz der Landesbeauftragten für Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR.
Wir ,,,der Die ehemals minderjährigen Opfer kurz „Demo Land Brandenburg“ unterstützen die Vorschläge zur Novellierung des SED Unrechtsbereinigungsgesetzes und des Bundesversorgungsgesetzes. Dieser erste Vorschlag geht uns nicht weit genug.
Aufgrund der Kurzfristigkeit der Zusendung Ihres Entwurfes, ist eine Vorlage zur Novellierung, meinerseits in Zusammenarbeit mit verschiedenen Netzwerken entstanden.

Wir stellen uns vor, dass im Strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetz genauer definiert wird. z.B. Kinder und Jugendliche die länger als 180 Tage in ein Spezialkinderheim, Durchgangsheim, Psychiatrische Anstalt für Kinder und Jugendliche oder Jugendwerkhof zum Zwecke der politischen Umerziehung oder Beobachtung wegen gesellschaftlich unangepassten politischen Verhaltens verbracht worden sind, sind ebenfalls zu rehabilitieren. Genauso sollten von Amtswegen haftähnliche Bedingungen bei den eben genannten Einrichtungen von Hause aus im StreRehag verfahren berücksichtigt werden.
Uns fehlte auch in ihrem Vorschlag §1 / 5 eine Einweisung zur Umerziehung zur Sozialistischen Persönlichkeit (z.B. wenn man sich der falschen Gruppierung angeschlossen hatte oder wenn man anders denkend war). In eine psychiatrische Anstalt oder eine Anordnung zur Unterbringung in einem Heim, Spezialkinderheim, Durchgangsheim, Jugendwerkhof für Kinder oder Jugendliche, die der politischen Verfolgung oder sonst sachfremden Zwecken gedient hat. Die verfolgten Schülern sollten Ausgleichzahlungen erhalten, aber doch schon nach einem Jahr Verfolgungszeit und auch bei Unterbrechung jeglicher BILDUNG und nicht nur bei der Ausbildung!
Zwangsaugesiedelte sollten eine monatliche Zuwendung erhalten diese ist wie alle Leistungen jährlich an den Lebenserhaltungsindex anzupassen.
Opfer von Zersetzungsmaßnahmen des MfS oder und hier fehlt mir das Wort sonstigen MfS nahen Behörden sollen regelmäßig nach § 1 a VwRehaG rehabilitiert werden, wenn sie vom MfS oder MfS nahen Behörden über einen Zeitraum von mindestens einem Jahr aufgrund eines Politisch gesehenen Tatbestandes verfolgt wurden.
Die Ausgleichzahlungen sind Einkommensunabhängig und unter Nichtanrechnung auf sämtliche Sozialleistung, sowie Pfändungsfrei zu stellen.
Unser Vorschlag zur Novellierung bedarf sicherlich noch einer weiteren Ausarbeitung, wir würden uns freuen im Zuge einer Zusammenarbeit mit verschiedenen Netzwerken, Behörden und Verbänden diesen auf den Weg zu bringen
.

Quelle :http://www.jugendwerkhof-torgau.de/downloads/18.04.2012_LVZ_Endlich_Gerechtigkeit.pdf
letzte Änderung: 22.02.2017