Verein "Kindergefängnis Bad Freienwalde "/
Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder Ost
Hier ein Link zu einem Interview von Vanja Budde vom Deutschlandfunk:
Darunter sind einige Reaktionen die daraufhin bei uns eingegangen sind.
Vielen Dank an Alle die uns etwas gespendet haben für unser Mahnmal

http://www.deutschlandfunkkultur.de/ddr-durchgangsheim-in-bad-freienwalde-opfer-fordern.1001.de.html?dram:article_id=393598



Nachricht: Lieber Herr Herrmann, ich habe gerade die Reportage über das Kindergefaengnis im Deutschlandfunk gehört. Sie hat mich zu Tränen gerührt. Ich hatte eine sehr schöne Kindheit in der DDR, aber weiss dass dies nicht allen vergönnt war. Deshalb möchte ich 100 Euro für den Gedenkstein, den ihr Verein aufstellen möchte, spenden.
 Mit den besten Grüßen Sebastian Pfeifer 
 

Nachricht: Lieber Interessengemeinschaft! Ich habe eben einen Bericht über die Thematik und Ihr Leid um Deutschlandfunk gehört und bin tief betroffen. Ich habe einen kleinen 4 jährigen Sohn und musste die ganze Zeit daran denken, was für ein unglaubliches Leid das für ihn bedeuten würde. Unfassbar diese Kälte und Grausamkeit. Sie haben mein tiefstes Mitgefühl! Freundliche Grüße Thorsten Brennecke
     
Schönen guten Tag zusammen, ich habe heute Morgen den erschütternden Bericht im Deutschlandfunk über das Kindergefängnis in Bad Freienwalde gehört. Dort hieß es, dass sich ihr Verein bemüht, einen Gedenkstein aufzustellen, die Finanzierung allerdings noch nicht geklärt sei. Ich überweise eine kleine private Spende an Ihren Verein, vielleicht kann das bei der Realisierung des Gedenksteins helfen. Ich finde Ihre Initiative sehr unterstützenswert. Gedenken und Mahnung sind wichtig, damit in Zukunft weniger Gewalt ausgeübt und weniger Leid verursacht wird.
Viele Grüße aus Berlin und alles Gute für Sie und Ihre Arbeit, Daniel Kluge
      
      
Sehr geehrter Herr Herrmann,
      
im Deutschlandfunk kam gestern Morgen ein Beitrag über das Kindergefängnis Bad Freienwalde, der mich sehr bewegt und zutiefst erschüttert hat. Es ist unbeschreiblich, was dort Ihnen und den anderen Kindern und Jugendlichen angetan wurde. In dem Beitrag wurde ebenfalls erwähnt, dass Sie noch finanzielle Unterstützung für den Gedenkstein benötigen. Hier möchte ich Sie gerne unterstützen. Haben Sie ein Konto, auf das ich spenden kann?
      
Mit herzlichen Grüßen
Carola Mainka

 
 
 
 

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"Kinder hinter Gittern – Das DDR-Durchgangsheim Bad Freienwalde"

Mitschnitt eins Interviews mit Roland Herrmann auf Antenne Brandenburg vom 7.05.2017

https://vimeo.com/217639061

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Hier ein Mitschnitt des Interviews von Roland Herrmann
im RBB INFO - Radio

https://vimeo.com/205076547

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  10.Geschichtsmesse 2017 in Suhl, 
in diesem Jahr hat uns Roland Herrmann dort 
erfolgreich vertreten.
Er sagt zusammenfassend, dass dieses Thema 
"Kindergefängnis" sehr interessiert angenommen wurde,
vor allem die Teilnehmer aus den neuen Bundesländern 
unserer Republik waren sehr erstaunt, dass es so etwas gab.
Es wurden auch sehr viele und anregende Diskussionen geführt.
"Ein voller Erfolg" sagt Herrmann und vor allem vielen Dank an 
Frau Hillinger - Mitarbeiterin des LAkD Potsdam für ihre Zeitzeugenpräsentation.

 
Geschichtsmesse 2017 in Suhl

 
Pressemitteilung Nr. 2 vom 11. Januar 2017
Brandenburgisches Zeitzeugenportal eröffnet
 
„Nach der Wiedervereinigung begann für mich ein zweites Leben.“
 
So beschreibt ein Zeitzeuge sein Leben nach der Friedlichen Revolution 1989. Er ist einer der Interviewten, die in dem Zeitzeugenportal, das heute erstmalig der Öffentlichkeit vorgestellt wurde,  berichten. Die Zeitzeugen erzählen vom kleinen und großen Widerstehen gegen eine politische Ordnung, die ihnen grundlegende Freiheiten verweigerte. Männer und Frauen sprechen von politischer Verfolgung und Willkür, die sie in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR erlebten. Einige erfuhren bereits als Kinder Leid und Unrecht in sowjetischen Speziallagern oder in DDR-Heimen.
 
Unter www.zeitzeugen.brandenburg.de“ können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger, Pädagogen und junge Menschen, journalistisch Tätige sowie Forschende anhand von Zeitzeugeninterviews, Fotos und Dokumenten sowie erläuternden Texten informieren.
 
Alle Interviewten haben einen besonderen Bezug zum Land Brandenburg. Entweder sie lebten zur Zeit des Unrechtsgeschehens auf dem Gebiet Brandenburgs oder erlitten dort Unrecht oder sie leben heute im Land Brandenburg. Sie alle waren bereit, über ihr Leben zu sprechen, um das Geschehene vor dem Vergessen zu bewahren und jüngeren Menschen ihre Erfahrungen zugänglich zu machen.
 
Anlässlich der Freischaltung des Zeitzeugenportals „Erfahrungsberichte über politisches Unrecht und Widerstand von 1945 bis 1989. Ein Beitrag zum historischen Gedächtnis des Landes Brandenburg“ sagte die Aufarbeitungsbeauftragte des Landes Brandenburg, Ulrike Poppe: „Die Lebensberichte der Zeitzeugen zeigen, welche Erfahrungen sie mit einschneidenden politischen Ereignissen und konkreten gesellschaftlichen Umständen in der SBZ und DDR machten und wie diese ihr Leben bis heute prägen.“ 
Petra Morawe

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  Hier ein aktuelles Interview mit Heide Schinowski und Roland Herrmann geführt von Katrin Lindner  

http://www.zdf.de/nachrichten/mittagsmagazin/lindner-kindergefaengnis-bad-freienwalde-102.html


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07.10.2016

Mahnmal für das Kindergefängnis Bad Freienwalde kommt:
Landrat und Politiker fast aller Parteien sichern Unterstützung zu

 
Der Vorsitzende des Vereins "Kindergefängnis Bad Freienwalde" Roland Herrmann und die Weimarer Liedermacherin Kathrin Begoin enthüllten heute im Beisein von ehemaligen Insassen vor dem DDR-Kindergefängnis in Bad Freienwalde symbolisch eine provisorische  Gedenktafel. An der Aktion nahmen auch der stellvertretende Landtagspräsident Dieter Dombrowski (CDU), die SPD-Landtagsabgeordnete für Märkisch-Oderland Jutta Lieske, die Müncheberger CDU Politikerin Ingrid Pliske-Winter, sowie der Landesvorsitzende der Grünen Clemens Rostock und Landrat Gernot Schmidt (SPD) teil. Der Roland Herrmann übergab Gernot Schmidt eine Konzeption für ein dauerhaftes Mahnmal aus Stein. Nach Vorstellungen des Vereins soll die zukünftige Stele zwei Meter hoch sein und die Inschrift „Kindergefängnis 1968 bis 1987 – Wir werden nie vergessen – Die ehemaligen Insassen“ tragen. 
 
Der Landrat des Kreises Märkisch-Oderland Gernot Schmidt (SPD) versicherte den Betroffenen, dass von Seiten des Kreises ein Bauantrag eingereicht werde. Einen konkreten Zeitplan könne Schmidt noch nicht angeben, aber es dauere bestimmt ein halbes Jahr, bis alles „durch“ sei. Um es für die Betroffenen nicht unnötig kompliziert zu machen, habe Schmidt sich prinzipiell bereit erklärt, die Kosten dafür zu übernehmen. Das Projekt könne aber auch durch Privatspenden oder das Land finanziell unterstützt werden. „Wir wollen gesellschaftliche Anerkennung dafür, dass uns Unrecht geschah. Ein Gedenkstein kann dabei nur ein erster Schritt sein“, sagte Roland Herrmann.
 
Nach Ansicht des stellvertretenden Landtagspräsidenten Dieter Dombrowski (CDU) müsse das Land Brandenburg mehr zur Aufarbeitung der DDR-Diktatur tun. Er würde es begrüßen, wenn die Landesregierung das Projekt der Gedenktafel unterstützen würde. Die SPD-Politikerin Jutta Lieske wolle die Diskussion um die Aufarbeitung auch in Bad Freienwalde vorantreiben. Jede Stadt habe „dunkle Flecken“ in der Vergangenheit, der es sich zu stellen gilt. Lieske kündigte spontan an, in ihrem Bürgerbüro eine Sammelbox zur Unterstützung des zukünftigen Mahnmals aufzustellen. „Die gesellschaftliche Auseinandersetzung und Anerkennung des Leids der Betroffenen fand bislang kaum statt. Mit der öffentlichen Diskussion um das ehemalige Kindergefängnis und der Gedenktafel kann hierzu ein Beitrag geleistet werden“, sagte der Landesvorsitzende des Bündnisgrünen Clemens Rostock. Trotz Einladung kam Justizminister Stefan Ludwig (LINKE) am Freitagmorgen nicht nach Bad Freienwalde. „Wir haben noch nicht einmal eine Absage bekommen“, bedauerte Herrmann.
 
„In kleinen Schritten bewegt sich etwas. Dass heute Vertreter von CDU, SPD und Grünen anwesend waren, ist ein Zeichen aus der Politik, dass das Schicksal der zur DDR-Zeit inhaftierten Kinder nicht gänzlich egal ist“, resümierte Herrmann. 
 
Zusammen mit der bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky kämpft der Verein seit mehreren Jahren für ein Mahnmal. Die Grünenpolitikerin konnte leider nicht teilnehmen, bezeichnete aber die Zusage von Landkreis als einen „Meilenstein“. Anlässlich der Enthüllung schenkte Schinowsky Roland Herrmann zwei Skulpturen einer Künstlerin aus der Lausitz: „Bei der einen Figur sieht man die drückende Last der harten Zeit im Kindergefängnis. Die andere strahlt so eine große innere Kraft aus – die ich oft erlebe beim Umgang ehemaliger Heimkinder miteinander und ihrem Sich-nicht-unterkriegen-lassen“, sagte Schinowsky. 
 
Hintergrund
Bis Ende der 1987 befand sich in Bad Freienwalde in einem ehemaligen preußischen Gefängnis ein Heim für Kinder und Jugendliche, in dem die Insassen unter menschenunwürdigen Bedingungen, ohne Außenkontakte und Großteils für deutlich längere Zeit, als selbst zu DDR-Zeiten rechtlich zulässig weggeschlossen waren. Die ehemaligen Insassen des Brandenburger Durchgangsheims in Bad Freienwalde gründeten im Jahr 2012 einen eigenen Verein um ihre Interessen durchsetzen zu können. Derzeit wird das im Privateigentum befindliche ehemalige DDR-Durchgangsheim zu einem Polizeirevier in Bad Freienwalde umgebaut.
 
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Das Bild „Enthüllung Provisorische Gedenktafel“ kann kostenfrei unter Angabe der Quelle: „ideengrün | Markus Pichlmaier“ verwendet werden
http://kindergefaengnisbadfreienwalde.ibk.me/data/kundendaten/232290/bad-freienwalde-7019.jpg
 
Konzeption für eine Mahnmal des Vereins Kindergefängnis Bad Freienwalde
http://www.internetbaukasten.de/data/downloads/232267/Vorschlag_fuer_einen_Gedenkstein_am_ehemaligen_Kindergefaengnis_Bad_Freienwalde__1.pdf 


  Hier noch einige Zeitungsartikel:
http://www.pnn.de/brandenburg-berlin/1120578/

  http://www.moz.de/lokalredaktionen/maerkisch-oderland/bad-freienwalde/artikel1/dg/0/1/1521100/
  Hier ein Mittschnitt von den Nachrichten:
https://www.dropbox.com/s/70e41fxxubfspjn/Brandenburg%20aktuell-Brandenburg%20aktuell%20vom%2007.10.2016-1147870815.mp4?dl=0
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10.08.2016


Am 23.07.2016 hatten wir unser 4.ehemaligen Treffen und 3.Sitzung vom Verein
"Kindergefängnis Bad Freienwalde"/
Interessengemeinschaft ehem. Heimkinder Ost,
mit anschließendem gemütlichen Beisammensein.            

Als Ehrengast konnten wir Dieter Dombrowski den Vorsitzenden der UOKG und Vizepräsident des Landtages Brandenburg begrüßen.
Es wurden sehr interessante Gespräche und Diskussionen geführt.

Es war ein sehr schöner Tag, danke an Alle die da waren.

 

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22.4.- 24.4.2016

Auch in diesem Jahr waren wir auf dem 20. Bundeskongress vertreten, haben interessante Leute getroffen und gute Gespräche geführt.





der Bus " Demokratie auf Achse"


Kranzniederlegung vor dem Haus der Justiz in Rostock 
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  31.0302016 in Bad Freienwalde, gemeinsam mit Mike Kess und Markus Pichelmaier bei der Ortsbegehung: 

Der Umbau hat bereits begonnen. Von den Verantwortlichen bislang kein Wort über eine mögliche Gedenktafel. Gestern wurde schon mal eine Stelle ausgesucht ‪#‎Wirbleibendranne‬

 

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13.03.2016


PRESSEMITTEILUNG „KINDERGEFÄNGNIS BAD FREIENWALDE“
 
Gedenktafel am Kindergefängnis: Betroffene fordern Anerkennung des Durchgangslagers Bad Freienwalde
 
Der Vorsitzende des Vereins „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ Roland Herrmann sprach sich heute bei einer Tagung von Opferverbänden im Brandenburger Landtag für die Aufarbeitung des Leids von ehemaligen Insassen des DDR-Durchgangsheim in Bad Freienwalde aus. Herrmann schlug die Anbringung einer Gedenktafel am heute leerstehende Gebäude vor.
 
„Wir wollen gesellschaftliche Anerkennung dafür, dass uns Unrecht geschah und setzen uns dafür ein, dass das "Kindergefängnis" Bad Freienwalde vom Status her mit dem geschlossenen Jugendwerkhof Torgau gleichgestellt und unsere Rehabilitierung damit erleichtert wird“, sagte Herrmann in Potsdam. Mit einem entsprechenden Schreiben von der Vereinigung der ehemaligen Insassen sollen jetzt Landtagsabgeordnete, sowie Kreis- und Lokalpolitiker informiert werden.
 
Bis Ende der 80er Jahre befand sich in Bad Freienwalde in einem ehemaligen preußischen Gefängnis ein Heim für Kinder und Jugendliche, in dem die Insassen unter menschenunwürdigen Bedingungen, ohne Außenkontakte und großteils für deutlich längere Zeit, als selbst zu DDR-Zeiten rechtlich zulässig weggeschlossen waren.
 
Die Landtagsabgeordnete der Grünen Heide Schinowsky unterstützt die Forderung nach einer Gedenktafel: „Die gesellschaftliche Auseinandersetzung und Anerkennung des Leids der Betroffenen fand bislang kaum statt. Mit der öffentlichen Diskussion um das ehemalige Kindergefängnis und der Anbringung einer Gedenktafel kann hierzu ein Beitrag geleistet werden“.
 
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Mehr Information zur Tagung der UOKG:
Die Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG) ist der Dachverband von mehr als 30 Opferverbänden, Menschenrechtsorganisationen und Aufarbeitungsinitiativen aus dem Osten und Westen Deutschlands. Das gemeinsame Ziel besteht darin, die Interessen der Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft zu vertreten und die Erinnerung an deren Leid zu bewahren.
http://www.uokg.de/cms/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=29&Itemid=59






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unter Videos findet man einen Teil-Live - Mitschnitt zu diesem Abend am 28.01.2916


http://heide-schinowsky.de/gespraechsabend-ddr-heimkinder-ehemalige-insassen-fordern-gedenktafel-am-kindergefaengnis-bad-freienwalde/

Gedenktafel an einstigem Kindergefängnis angemahnt
 29. Januar 2016



Bad Freienwalde.
Bei einem Gesprächsabend zur Problematik von DDR-Spezialheimen im Bad Freienwalder Rathaus forderten ehemalige Insassen die Anbringung einer Gedenktafel am sogenannten „Durchgangsheim“.

Bis Ende der 80er Jahre befand sich in Bad Freienwalde in einem ehemaligen preußischen Gefängnis ein Heim für Kinder und Jugendliche, in dem die Insassen unter menschenunwürdigen Bedingungen, ohne Außenkontakte und großteils für deutlich längere Zeit, als selbst zu DDR-Zeiten rechtlich zulässig, weggeschlossen waren. Eine Rehabilitation und die gesellschaftliche Anerkennung des Leids der Betroffenen fand bislang kaum statt.

 Auf Einladung der bündnisgrünen Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky diskutierten Teilnehmer mit dem Politikwissenschaftler Dr. Christian Sachse, mit Roland Herrmann, einem ehemaligen Insassen des Durchgangsheims Bad Freienwalde und jetzigen Vorsitzenden der Betroffeneninitiative „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ sowie der Liedermacherin Kathrin Begoin, die im einzigen geschlossenen DDR-Jugendwerkhof in Torgau eingesessen hat.

„Zu DDR-Zeiten lautete ein gängiges Vorurteil: Wer im Jugendwerkhof ist, der ist kriminell. Heute wissen wir, dass diese Einschätzung in den meisten Fällen falsch war“, sagte Heide Schinowsky. „Damals sind vielen Kindern und Jugendlichen in Spezialheimen die Zukunftschancen verbaut worden, indem Ausbildungswege versperrt blieben. Daran und insbesondere an den schlimmen Erlebnissen in den Heimen tragen die Betroffenen zum Teil noch heute schwer“.

Willkürlich, ohne Einverständnis der Eltern und ohne Widerspruchsmöglichkeiten konnten Kinder und Jugendliche in der DDR in Spezialheime eingewiesen werden, wenn der Staat meinte, sie würden gegen die „Regeln des sozialistischen Zusammenlebens“ verstoßen oder keine „sozialistische Einstellung zur Arbeit“ haben, berichtete Dr. Christian Sachse. Mitunter reichte allein die Kündigung einer Ausbildungsstelle für eine die Einweisung.

Der ehemalige Insasse Roland Herrmann verdeutlichte, wie die Praxis aussah. Neben Schlagstöcken, Stacheldraht, Gitterstäben brachte Herrmann auch ein Bund aus schweren Eisenschlüsseln mit. „Den haben wir quer über den Flur an den Kopf geworfen bekommen, wenn wir mal wieder nicht schnell genug waren“, berichtete Herrmann. Gespannte Stille herrschte im Saal, wenn die ehemalige Insassin von Torgau Kathrin Begoin zur Gitarre griff und mit Liedern wie „Tränen in der Nacht“ an ihre Erfahrungen im Jugendwerkhof erinnerte.

Viele der ehemaligen Insassen vom Heim in Bad Freienwalde und anderen Heimen haben inzwischen ihre strafrechtliche Rehabilitierung beantragt. Die Begehren wurden am Landgericht Frankfurt (Oder) von der Kammer für Rehabilitierungsverfahren stets zurückgewiesen, berichteten anwesende Betroffene. Ein Mitarbeiter der Brandenburger DDR-Aufarbeitungsbeauftragten Ulrike Poppe erläuterte, warum: Maßgeblich wären nach aktueller Rechtslage lediglich die Einweisungsgründe, nicht aber die Bedingungen innerhalb der Heime.

 Hoffnung macht aber die jüngste Rüge des Bundesverfassungsgerichts an einem einschlägigen Gerichtsverfahren in Brandenburg. So hoben die Karlsruher Richter im Februar 2015 einen Beschluss des Brandenburgischen Oberlandesgerichtes auf, das 2011 einen Antrag der ehemaligen Insassin Norda Krauel auf Rehabilitierung abgelehnt hatte. Die Brandenburger Richter hätten sich nur ungenügend mir den Fall vertraut gemacht, rügte das höchste deutsche Gericht und benannte gravierende Verfahrensmängel.
Sie warte seit nunmehr fast einem Jahr auf die Wiederaufnahme ihres Verfahrens, aber die Gerichte in Brandenburg mauerten, berichtete Krauel. Konkrete Auskunft bekomme sie von niemandem, sagte sie. Heide Schinowsky sicherte der ehemaligen Insassin ihre Unterstützung zu. „Das Verfahren muss bald wieder aufgenommen werden, damit Frau Krauel endlich Klarheit bekommt“.

„Neben der gerichtlichen Anerkennung wäre die Anbringung einer Gedenktafel an dem ehemaligen Heim ein wichtiges Zeichen“, sagte Roland Herrmann. Nichts weise an dem heute unbenutzten Gebäude in der Adolf-Bräutigam-Straße 4A – damals Karl-Liebknecht-Straße 4a – auf das Martyrium hin, kritisierte Herrmann. Seine Initiative wolle sich nun bei der Stadt Freienwalde dafür stark machen, dass eine Tafel angebracht wird. HeSch/red

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Schon als 14-Jähriger weggesperrt
Bad Freienwalde (MOZ) Ehemalige Insassen des Durchgangsheims Bad Freienwalde haben am Donnerstagabend im Rathaus den Wunsch nach einer Gedenktafel geäußert, um an das "Kindergefängnis" zu erinnern. Von 1968 bis 1987 war es in dem Gebäude hinter demAmtsgericht untergebracht.

Si
ngt über traumatische Erinnerungen: "Tränen in der Nacht" ist der Refrain des Liedes, das Kathrin Begoin im Bad Freienwalder Ratssaal erklingen lässt. Als 16-Jährige wird sie in den geschlossenen DDR-Jugendwerkhof eingesperrt.

© MOZ
"Wir haben als Opfer das Recht, gehört und als Opfer anerkannt zu werden", sagt Roland Herrmann, der 1979 auf Wunsch der Mutter in das "D-Heim" in Bad Freienwalde eingewiesen wird.
Die Landtagsabgeordneten Heide Schinowsky (Bündnis 90/Die Grünen) aus Cottbus setzt sich für die Rehabilitation und die Entschädigung der ehemaligen Heimkinder ein. Im Bad Freienwalder Ratssaal war am Donnerstagabend die erste von mehreren Veranstaltungen, um das Schicksal von Insassen der Spezial- und Sonderheime in der DDR sowie der geschlossenen Jugendwerkhöfe wie in Torgau mehr ins Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Die Märkische Oderzeitung hatte 2010 mehrere Beiträge über das Durchgangsheim Bad Freienwalde verfasst, wo ehemaligen Insassen ihre Erlebnisse schilderten.
Unter den rund 60 Gästen waren ehemalige Heimkinder, Sozialarbeiter und Menschen, die an der Aufarbeitung der DDR-Geschichte interessiert sind. "Die Gegenseite haben wir zu dieser Auftaktveranstaltung bewusst nicht eingeladen", sagte Heide Schinowsky. Sie ist südlich von Berlin in Ludwigsfelde aufgewachsen und war 14, als die Mauer fiel. "Wir waren ein christliches Haus und ich spürte schon als Kind, was dies in der DDR bedeutete", sagte sie. "Man gab mir zu verstehen, ich dürfe nicht studieren, obwohl ich gute Noten hatte." Das Thema der Sonder- und Spezialheime sowie Jugendwerkhöfe habe sie vor sechs oder sieben Jahren per Zufall entdeckt und viel darüber gelesen, so die Landtagsabgeordnete.
"Ich musste mich vollständig ausziehen, duschen, alles Private wurde mir genommen", erzählt Roland Herrmann, der jetzt in Fürstenwalde lebt. "Die Anstaltskleidung sah aus wie aus dem Lumpensack." Es folgten drei Tage Einzelarrest. In der Zelle habe es nur eine hochgeklappte Holzpritsche, einen Stuhl und einen Eimer für die Notdurft gegeben, so Roland Herrmann. Ihn traf es wie ein Hammer, als 14-jähriger "weggesperrt zu werden". Das Vergehen des Scheidungskindes war es, dass er mit seinem Stiefvater, einem Direktor für Kader und Bildung, nicht zurechtkam und zwei Wochen die Schule schwänzte. Kathrin Begoin berichtete von ihren Erfahrungen aus dem geschlossenen Jugendwerkhof Torgau. Dorthin sei sie mit 16 Jahren gekommen, weil sie sich einer christlichen Gemeinschaft angeschlossen hatte.
Der Politikwissenschaftler und Theologe Christian Sachse, bis 1990 Pfarrer in Torgau, stellte das System der Sonderheime und Jugendwerkhöfe in der DDR vor. Sie seien ein Instrument der Umerziehung gewesen, um die sozialistische Lebensweise zu erzwingen. Die Einweisung erfolgte über das Ministerium für Volksbildung. Ein Familiengericht wie in der Bundesrepublik habe es nicht gegeben.
"Es gab in der DDR einen festgelegten Entwicklungsweg von der Krippe bis zum 22. Lebensjahr", sagte Sachse. Schon früh konnten die Kinder unterscheiden, was gut und böse gewesen sei. Gut waren die eigenen Soldaten, böse der Kapitalismus. Eingewiesen worden seien Kindern von Eltern, die ausreisen wollten, die bei einem illegalen Grenzübertritt erwischt wurden, Kinder mit Zappelphilipp-Syndrom, auch Kinder von Eltern, die lange Haftstrafen verbüßen mussten oder die einen alternativen Lebensstil pflegten. In der DDR habe 20 000 Plätze in Normal- und 7000 Plätze in Sonderheimen gegeben. Viele Kinder seien traumatisiert durch Arrest hinter vergitterten Fenstern und das Verbot jeglichen Eigentums. Es habe gewalttätige und sexuelle Übergriffe durch Erzieher gegeben, klagte Sachse an.
Um gemeinsam Stärke zu zeigen hat Roland Herrmann 2012 den Verein "Kindergefängnis Bad Freienwalde/Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder Ost" gegründet. "Unser Anliegen ist es, uns an die Stadtverordnetenversammlung zu wenden", sagte Roland Herrmann, einziger Kontakt sei Martin Podoll. Bestreben ist, eine Gedenktafel am ehemaligen Durchgangsheim anzubringen. Das Gebäude, das zuletzt das Grundbuchamt beherbergte sei derzeit in Privatbesitz. Bald soll die Polizei einziehen. Der Vereinsvorsitzende hat das Land angeschrieben und bittet um zwei Räume für den Verein.


 

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9.Geschichtsmesse in Suhl  


Ramelow stellt sich den DDR-Aufarbeitern

01.02.2016 - 06:45 Uhr
 
Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) nimmt es ernst mit der Aufarbeitung der DDR-Geschichte: So sieht es der Vorstandsvorsitzende der Bundesstiftung Aufarbeitung, Rainer Eppelmann, zu DDR-Zeiten evangelischer Pfarrer und einer der führenden Bürgerrechtler.
 
 
 
 
„Die zweite deutsche Diktatur sollte regelmäßiges Prüfungsthema in allen Schulen sein. Dann wird die DDR-Geschichte auch unterrichtet,“ sagt Rainer Eppelmann, Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung. Foto: Rainer Jensen
„Die zweite deutsche Diktatur sollte regelmäßiges Prüfungsthema in allen Schulen sein. Dann wird die DDR-Geschichte auch unterrichtet,“ sagt Rainer Eppelmann, Vorsitzender der Bundesstiftung Aufarbeitung. Foto: Rainer JensenSuhl. Im Streitgespräch bei der neunten DDR-Geschichtsmesse in Suhl dankte er Ramelow am Samstag dafür, dass er den bis heute ungeklärten Tod des damals 24-jährigen Bürgerrechtlers Matthias Domaschk 1981 im Stasigefängnis Gera, der in der DDR als Selbstmord galt, untersuchen lasse. Das könne sich insgesamt positiv auf die Politik der Linken auswirken.
Ramelow möge sich auch für die Auszahlung früheren Vermögens der DDR-Staatspartei SED einsetzen, empfahl Eppelmann. Eine Schweizer Bank blockiere mehrere Millionen Euro. Mindestens 1,5 Millionen Euro davon sollten an die Stiftung fließen, damit sie ihre Bildungsarbeit besser finanzieren könne. Eppelmann setzte sich auch dafür ein, dass die DDR-Diktatur nicht nur ausnahmsweise beim Abitur Prüfungsthema werden solle. Dann müssten sich Schüler und Lehrer mehr als bisher damit beschäftigen.
Ramelow hat sich mittlerweile an die ostdeutschen Ministerpräsidenten gewandt, um eine gemeinsame Initiative zur Aufarbeitung des SED-Unrechts zu erreichen. Dazu zählten vor allem die Schicksale der Zwangsausgesiedelten aus den Grenzgebieten und der Zwangsadoptierten. Im April sollen darüber Gespräche geführt werden.
Bei den „DDR-Aufarbeitern“ sammelte Ramelow Punkte mit Sätzen wie diesen: Das Wort „Unrechtsstaat“ über die DDR komme ihm zwar zuweilen schwer über die Lippen, er bevorzuge das Wort „Diktatur“, sagte er. Doch sei nicht zu übersehen, dass die DDR-Herrschenden den Menschen schweres Unrecht angetan hätten, nicht nur mit Zwangsadoptionen und Zwangsaussiedlungen.
 
 
Er sei selbst auf dem Dorf groß geworden und wisse, „was das bedeutet, wenn man aus seiner Heimat vertrieben wird“, sagte er. Und: „Wenn ich in Rheinland-Pfalz nicht in den Religionsunterricht gegangen wäre, hätte ich wohl nie etwas über NS-Verbrechen und NS-Konzentrationslagern erfahren.“ Ein Hinweis darauf, wie schwer sich das westdeutsche Bildungswesen noch in den 60er Jahren mit der Aufarbeitung der deutschen Vergangenheit tat.

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04.12.2015 
Landtag Potsdam 
Lautstark und voller Enttäuschungsgefühlen, verursacht durch die Opfernichtanerkennungspolitik der obrigen Zuständigen, überreichte ich R. Herrmann je zwei Schreiben mit Stellungsnahmeforderungen an drei Zuständigkeitsstellen.
05.12.2015 Eine politische Fabel verfasst von
Papilon für den gestrigen Tag, sagt alles..........




                                                     
                                      Eine politische Fabel
 
                                     Es war nicht vom Spatz
                                        persönlich gemeint!
 
                          Der Spatz hat die Wahrheit lautstark
                                         herausgeschimpft
                                         wie ein Rohrspatz
                          und sah dann den wütend-hungrigen
                  starren Augen des Todes eines Adlers entgegen
                      der sein Blick stur auf den Spatz richtete
 
                                     Es war nicht vom Adler
                                       persönlich gemeint!
 
                                                   
 Papilon




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  SED-Opferverbände für volle Amtszeit von Roland Jahn

Berlin, 14. Januar 2016



Die UOKG weist die Bestrebung von Teilen des Deutschen Bundestages, den Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen Roland Jahn nur befristet in die neue Amtszeit zu berufen, entschieden zurück.
Wer diese Forderung aufstellt, hat offensichtlich das Ziel, die Aufarbeitung und Aufklärung über die Verbrechen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) und der SED nachhaltig zu bremsen.
Der Vorsitzende des Bundestags-Kulturauschusses, Siegmund Ehrmann (SPD), hat sich mit der Forderung, Roland Jahn solle nur kommissarisch bis zum Herbst im Amt bleiben, an die Spitze der Aufarbeitungsgegner gesetzt. Der Hinweis des Bundestagsabgeordneten Ehrmann, zunächst die Ergebnisse der sog. Expertenkommission zur Zukunft der Stasiunterlagenbehörde abzuwarten, ist keine Begründung dafür. Die wirklichen Experten für das unselige und zerstörerische Wirken des MfS und der SED sind nicht Wissenschaftler, sondern hunderttausende von Opfern des DDR-Regimes.
Die Opferverbände, die in der UOKG versammelt sind, werden der Zerschlagung der Stasiunterlagenbehörde und der von politisch interessierter Seite geplanten Abberufung eines Bürgerrechtlers und qualifizierten Behördenleiters wie Roland Jahn ihren geschlossenen Widerstand entgegensetzen.



Ansprechpartner: UOKG-Geschäftsstelle, 030 / 55 77 93 - 51
-- ________________________________ Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft Ass. jur. Benjamin Baumgart Ruschestr. 103, Haus 1 10365 Berlin Tel: 030 / 55 77 93 - 53 Fax: 030 / 55 77 93 - 40 E-Mail: baumgart@uokg.de www.uokg.de


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15.01.2016
Ich wehre mich strikt gegen ein Aufklärungs-Verbot, durch die im Einigungsvertrag übernommenen ehemaligen Täter von Berlin und Brandenburg, die geschickt verteilt noch in vielen wichtigen Ämtern agieren und uns Opfer heute noch nach über 25 Jahren diskriminieren!
Roland Jahn ist der Mann der absolut geeignet ist für einen viel höheren Amtsposten in Sachen Aufklärungsarbeit!
Obwohl es einigen vielen eigenwirtschaftlichen Politikern und Konzernbossen nicht passt, in unserer sogenannten gerechten Demokratie!

gez. Roland Herrmann
Vorsitzender Verein „Kindergefängnis Bad Freienwalde“
Mitglied der UOKG

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UOKG e.V.
Zum in der Mitgliederversammlung am 17. Oktober 2015 neu gewählten Vorstand gehören:

Dieter Dombrowski (Bundesvorsitzender),
RA Roland J. Lange (1. stellv. Vorsitzender),
Ernst-O. Schönemann (2. stellv. Vorsitzender),
Anita Goßler (Beisitzerin),
Sybille Krägel (Beisitzerin),
Klaus Gronau (Beisitzer),
Carla Ottmann (Beisitzerin)
..........
Kontaktdaten:
Bundesvorsitzender: Dieter Dombrowski
(MdL, MRZ Cottbus)
Kontakt: Dombrowski@uokg.de
1. Stellvertreter: Roland J. Lange
(Rechtsanwalt, Freiheit e.V.)
Kontakt: Lange@uokg.de

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08.11.2015
ein weiterer Artikel über den Jugendwekhof Burg 

http://www.volksstimme.de/lokal/burg/20151031/jugendwerkhof-kinderknast-am-stadtrand


JUGENDWERKHOF
Kinderknast am Stadtrand

31.10.2015, Update: 06.11.2015, 18.09 Uhr​
Roland Herrmann, Torsten Ehms, Peter Müller mit anderen Ehemaligen, die in DDR-Jugendwerkhöfen leben mussten, beim Treffen auf Gut Lüben in Burg (v.r.). Der Jugendwerkhof Burg war der größte seiner Art in der DDR. Er bestand von 1949 bis 1989.Foto: A. Mangiras

Roland Herrmann, Torsten Ehms, Peter Müller mit anderen Ehemaligen, die in DDR-Jugendwerkhöfen leben mussten, beim Treffen auf Gut Lüben in Burg (v.r.). Der Jugendwerkhof Burg war der größte seiner Art in der DDR. Er bestand von 1949 bis 1989.Foto: A. Mangiras

Von 1949 bis 1990 erlebten tausende Jugendliche unter teils harten Erziehungsmethoden schlimme Zeiten in Burg.

Von 
Andreas Mangiras ›

Burg l „Wenn sich nur drei Leute finden, die im Jugendwerkhof Burg eingesessen haben, dann könnte man erstmal mit einem nicht eingetragenen Verein beginnen“, sagt Roland Herrmann. „So hat es auch bei uns angefangen.“ Herrmann ist Vorsitzender des Vereins „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ im Brandenburgischen. Hier befand sich einst ein Durchgangsheim. Der Verein besteht seit Anfang 2012. Er will Anlaufstelle sein, er kämpft um Rehabilitation für die Ehemaligen. Rehabilitiert werden bis dato jedoch nur jene, die in Torgau, dem einzigen geschlossenen Jugendwerkhof in der DDR, mindestens 180 Tage eingesessen haben.

Der Verein aus Bad Freienwalde sucht Verbündete im politischen Raum. „Mit Dieter Dombrowski, Landtagsvize in Brandenburg, und Heide Schinowski von den Grünen im Landtag haben wir welche gefunden.“ Dombrowski (CDU) ist seit kurzem Bundesvorsitzender der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft. Der Bad-Freienwalde-Verein hat sich der Union angeschlossen. Demnächst hat der Verein ein Treffen mit Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD), berichtet Herrmann. Im Januar soll es eine große öffentliche Podiumsdiskussion zum Thema in Bad Freienwalde geben.

Bisher wenig Hilfestellung

Bad Freienwalde ein Vorbild für Burg? Herrmann meint Ja. Das könnte einiges bewegen, für die Betroffenen und für das Nichtvergessen und Erinnern an jüngste Burger Geschichte. Erst dann wird es wohl auch eine Erinnerungsstafel oder eine Gedenkstätte in der Stadt oder auf Gut Lüben geben.

Ehemalige Insassen der DDR-Spezialheime erhalten nach Auffassung der Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen kaum Hilfestellung. In Sachsen-Anhalt existiere keine einzige Anlaufstelle, wo sich Betroffene begegnen und ihre Erfahrungen aufarbeiten könnten, sagte Birgit Neumann-Becker jüngst (Volksstimme berichtete). Viele seien bis heute traumatisiert, litten unter gesundheitlichen Problemen und lebten in schwierigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Neumann-Becker forderte mehr Unterstützungsangebote. Der 2012 aufgelegte Heimkinderfonds Ost darf kein Schlussstrich unter diesem Thema sein, sagte sie.

Ein Versuch, in Sachsen-Anhalt etwas ähnliches auf zu Beine zu stellen, hat vor einiger Zeit nicht geklappt. „Es ist schwierig. Die Leute leben weit verstreut, viele sind krank, leben von Hartz IV, sind am Leben, mehr nicht“, beschreibt Torsten Ehms die Probleme, woran eine Vereinsgründung scheitert. In Facebookgruppen tauschen sich Ehemalige aus. Sie zeigen, dass es enormen Bedarf gibt.

Mit 13 im Werkhof

Der gebürtige Sömmerdaer, der heute in Magdeburg lebt, war hier von 1987 bis 1990 in Burg. Als 13-Jähriger hatte er sich in der Schule aufmüpfig benommen. Für die Verantwortlichen war das mehr als politisch inkorrekt, sie sahen im Verhalten des Teenagers einen Angriff auf den Staat und reagierten drakonisch: Ehms musste in den Jugendwerkhof. Vor zwei Monaten im September war er wie viele Andere beim Ehemaligen-Treffen in Burg (Volksstimme berichtete). Ob, wann und wie es im nächsten Jahr ein Ehemaligentreffen in Burg gibt ist derzeit offen, sagt Torsten Ehms.

Spezialheime in der Region

Bis heute leiden viele unter den Erlebnissen und den seelischen wie körperlichen Strapazen von damals. Wer im Jugendwerkhof war, war oft abgestempelt, fühlte sich auch so, oft bis heute. „Du hast keine Schuld, darum musst du dich nicht schämen“, sagt Ehms.

Laut einer neuen Publikation mit dem Titel „Ich nenne es Kindergefängnis“ gab es bis 1989 auf dem Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt 48 Spezialheime, in denen die Menschenrechte von Kindern und Jugendlichen systematisch verletzt wurden. Im Jugendwerkhof „August Bebel“ in Burg waren ständig knapp 300 Jugendliche untergebracht und erlebten teilweise schlimme Zeiten. Er wurde 1949 gegründet und existierte bis 1989. Zum Jugendwerkhof auf Gut Lüben in Burg gehörten die Außenstellen „Neues Leben“, Blumenthal, Körbelitz und Berliner Chaussee. Die Jugendlichen mussten in Burg unter anderem im Knäckewerk, in der Schuhfabrik „Roter Stern“, im Sägewerk in Küsel und Walzwerk in Burg schwere und schwerste Arbeiten verrichten. Spezialheime gab es im Jerichower Land in Brandenstein, Schlagenthin, Reesdorf und Lüttgenziatz. Im Zerbster Raum gab es ein Spezialheim in Zerbst.

Der Jugendwerkhof war eine Disziplinareinrichtung, die dem Ministerium für Volksbildung unterstand. Eingewiesen wurden Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die sich gegen die Erziehungsmethoden der Jugendhilfe und der sozialistischen Strukturen auflehnten. Viele kamen hierher, weil sie in zerrütteten Familien lebten und der Staat eingriff. Es ist belegt, dass auch Jugendliche eingewiesen wurden, deren Eltern in den Augen des SED-Regimes politisch fragwürdig waren. 1989 gab es 31 Jugendwerkhöfe mit 3336 Plätzen, von denen 2607 belegt waren.

Unterstützung statt Entschädigung

Die Bundesrepublik zahlt heute auf Antrag und nach Prüfung Unterstützung für ehemalige Jugendwerkhöfler: 10 000 Euro in Geld und Sachleistungen. In Magdeburg gibt es dafür eine Anlaufstelle in der Turmschanzenstraße.

Der Staat wird seiner Verantwortung nicht gerecht, meint Torsten Ehms. Der Heimkinderfonds, für den nur bis September 2014 Anträge gestellt werden konnten, ist aus seiner Sicht zu wenig, auch wenn er rund 40 Millionen Euro umfasst. Bei weit über 135 000 Betroffene, die in Spezialheimen und Jugendwerkhöfen eingewiesen waren, ist das pro Kopf nicht viel, gemessen an dem, was viele durchgemacht haben und heute noch darunter leiden.


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Am Samstag 05.09.2015 war wieder ein ehemaligen Treffen im ehemaligen Jugendwerkhof Burg

http://www.volksstimme.de/lokal/burg/jugendwerkhof-burg-kinder-koennen-doch-nichts-dafuer

 

JUGENDWERKHOF BURG
Kinder können doch nichts dafür

05.09.2015
Am Sonnabend trafen sich ehemalige Insassen des Jugendwerkhofes Burg auf Gut Lüben. Foto: Andreas Mangiras

Am Sonnabend trafen sich ehemalige Insassen des Jugendwerkhofes Burg auf Gut Lüben. Foto: Andreas Mangiras

Der Jugendwerkhof Burg: heute ein Ort schlimmer Erinnerung. Am Sonnabend trafen sich Frauen und Männer, die hier einmal einsaß...

Von 
Andreas Mangiras ›

Burg l An den früheren Jugendwerkhof in Burg, die größte Anstalt ihrer Art in der DDR, sollte ein Denkmal, wenigstens aber eine Gedenktafel erinnern. Das hat Roland Herrmann, Vorstand des Vereins „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ anlässlich eines Traffens ehemaliger Insassen am Sonnabend in Burg gefordert. „Das wäre das Mindeste. Hier könnte aber auch ein Zimmer hergerichtet werden, in dem gezeigt wird, was hier junge Menschen Schlimmes durchmachen mussten“, erklärte Herrmann.

Bisher gibt es nichts davon.

Im Jugendwerkhof „August Bebel“ in Burg waren ständig knapp 300 Jugendliche untergebracht und erlebten teilweise schlimme Zeiten. Er wurde 1949 gegründet und existierte bis 1989. Dazu gehörten die Außenstellen „Neues Leben“, Blumenthal, Körbelitz, Berliner Chaussee. Die Jugendlichen mussten in Burg unter anderem im Burger Knäckewerk, in der Schuhfabrik „Roter Stern“, im Sägewerk in Küsel und Walzwerk in Burg schwere und schwerste Arbeiten verrichten.

Der Jugendwerkhof war eine Disziplinareinrichtung, die dem Ministerium für Volksbildung unterstand.

Eingewiesen wurden Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die sich gegen die Erziehungsmethoden der Jugendhilfe und der sozialistischen Strukturen auflehnten. Es ist belegt, dass auch Jugendliche eingewiesen wurden, deren Eltern in den Augen des SED-Regimes politisch fragwürdig waren. 1989 gab es 31 Jugendwerkhöfe mit 3336 Plätzen, von denen 2607 belegt waren.

Das Treffen am Sonnabend hatte Volkmar Jenig aus Leipzig organisiert. Er war Ende der 60er Jahre im Jugendwerkhof Burg. Am Sonnabend war er wie zahlreiche andere Teilnehmer des Treffens das erste Mal wieder auf Gut Lüben an der Parchauer Chaussee.

Heute hat hier das Corneliuswerk einen Teil der Gebäude in Nutzung. Betreut werden hier Kinder und Jugendliche, junge Mütter mit Kindern. Hier ist auch die Evangelische Grundschule untergebracht. Auf einem Teil des parkartig angelegten Geländes stehen weitere, leerstehende Gebäude, einst Wohnheime, Werkstätten, Speisesaal und Arrestzellen des Jugendwerkhofes.

„Es war meine sechste Station, danach kam die politische Haft“, erzählte Jenig. 18 Jahre bis 1987 saß er nach seiner Jugendwerkshofzeit im Gefängnis, weil er gegen Staat war.

Volkmar Jenig arbeitet sein Leben derzeit auf, in dem er ein Buch darüber schreibt. „Ich besuche gerade nochmal alle Stationen, an denen ich war.“

Jenig hatte seine Kinder dabei, etwa im Alter wie er zu seiner Jugendwerkhofszeit selbst war. Am Sonnabend konnte er seine Gedanken und Empfindungen kaum in Worte fassen, als er in einer der Zellen stand, die noch fast so aussah, wie damals. „Heute Abend werde ich Kopfkino haben“, sagt er mit feuchten Augen.

Wer im Jugendwerkhof war, war oft abgestempelt. Bis heute leiden viele unter den Erlebnissen von damals. Der Staat zahlt auf Antrag und nach Prüfung Entschädigungen: 10000 Euro. „Was hier mancher erlebt hat, das ist viel zu wenig. Kinder können doch nichts dafür“, sagt Peter Müller. Mit vier kam er ins Heim, weil seine Eltern nicht klar kamen, wie er selbst sagt. Der Weißenfelser war 1978 und 1979 in Burg. „Eigentlich müssten jene zahlen, die uns das angetan haben."

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27.07.2015
Am 25.07.2015 hatten wir unsere 2.Sitzung vom Verein "Kindergefängnis Bad Freienwalde"/Interessengemeinschaft ehem. Heimkinder Ost und gleichzeitiges 3.ehemaligen Treffen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein.            
Es folgten viele unserer Einladung.
Es war ein sehr schöner Tag, danke an Alle die da waren.








======================================================== 14.06.2015
Heute waren der Vorstand vom Verein bei den IFA- Freunden in Trebus zu Besuch  um dort unsere Bildertafel für die Ausstellung abzugeben. Herr Wehr war so freundlich uns durch die Ausstellung zu führen und war auch sehr an unserer Arbeit interessiert und versprach, wenn er irgendwie helfen kann wird er dies tun.

http://ifa-freunde-trebus.jimdo.com/

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  Das Radiofeature ''Kinderleben im preußischen Gefängnis Ehemalige Zöglinge des Durchgangsheims Bad Freienwalde fordern Rehabilitierung'', so der Titel, wurde am 9. Juni 2015 um 19.15 Uhr auf Deutschlandfunk gesendet. Sendezeit fast 45 Minuten Hallo an Alle die es nicht gehört haben hier ist das Radiofeature ''Kinderleben im preußischen Gefängnis Ehemalige Zöglinge des Durchgangsheims Bad Freienwalde fordern Rehabilitierung''
hier der Link dazu zum reinhören:


http://www.magix-photos.com/magix/flash/player2/easy/loader.swf?eid2=1547450085E711E59992A0520A641E0C&amp%3Bautoplay=false&amp%3Blang&am


Deutschlandfunk
Das Feature / Beitrag am 09.06.2015, 19:15 Uhr
 
09.06.2015, 19:15 Uhr
DDR-Jugendhilfe Kinderleben in einem preußischen Gefängnis
Ehemalige Zöglinge des Durchgangsheims Bad Freienwalde fordern Rehabilitierung
Von Charly Kowalczyk


Die Königsstraße der ostbrandenburgischen Kurstadt Bad Freienwalde (Märkisch-Oderland). (picture-alliance / dpa / Patrick Pleul)
Kinder wurden von der DDR-Jugendhilfe aus ihren Elternhäusern genommen, um sie vor familiärer Gewalt zu schützen. Ihre erste Heimerfahrung sammelten einige dieser Kinder im Durchgangsheim Bad Freienwalde, einem ehemaligen preußischen Gefängnis.
Sie waren zwischen vier und vierzehn Jahre alt. Lebten, oft monatelang, in einer Zelle, Fenster und Flure waren vergittert, das Gelände lag hinter Mauern und Stacheldraht. Täglich mussten die Kinder für benachbarte volkseigene Betriebe arbeiten, Schulunterricht gab es für sie nur an einem halben Tag in der Woche. Strafen gehörten zur Tagesordnung, manche wurden tagelang in isolierten Arrestzellen eingesperrt.
Nun fordern die ehemaligen Zöglinge des Durchgangsheims Bad Freienwalde vor Gericht Rehabilitierung. Und sie bitten um eine Gedenktafel am Ort des Grauens. Doch in der Brandenburgischen Kleinstadt will man lieber nicht daran erinnert werden.

Produktion: DLF 2015

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22.01.2015

Artikel in der Bild-Zeitung

http://www.bild.de/regional/berlin/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte/entscheidet-ueber-stasi-richter-39451444.bild.html



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30.11.2012

Bahn-Chef Rüdiger Grube hat ehemalige Zwangsarbeiter bei der DDR-Reichsbahn um Entschuldigung gebeten. Es sei offensichtlich, dass Unrecht geschehen sei, sagte Grube am Samstag bei einem am 29. November 2014
Treffen mit Vertretern der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG). Dafür bitte er im Namen der Deutschen Bahn AG um Entschuldigung - unabhängig davon, wer juristisch Nachfolger der Reichsbahn sei.

 
Presseerklärung
29. November 2014
Bahnchef Grube bittet um Entschuldigung für Zwangsarbeit durch die Deutsche Reichsbahn
der DDR
Am 29. November versammelten sich in Berlin politische Häftlinge und des Dachverbandes der SEDOpfer
(UOKG).
Im Namen der Deutschen Bahn bat der Vorstandsvorsitzende Rüdiger Grube um Entschuldigung für die
Haftzwangsarbeit, die in der DDR für die Reichsbahn geleistet werden musste. Um das offensichtliche
Unrecht beim Namen zu nennen, müssten spezielle Untersuchungen nicht erst abgewartet werden. Mit
dieser Entschuldigung entspreche die Bahn ihrer Verantwortung für ihre Geschichte, „unabhängig davon,
wer nun juristisch Nachfolger der Reichsbahn ist und wer wem gegenüber rechtliche Ansprüche
geltend machen könnte“. Die Deutsche Bahn hat eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die Ende 2015
der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Grube wörtlich:
„Die Aufarbeitung des geschehenen Unrechts sind wir Ihnen, die aus politischen Gründen ins Gefängnis
mussten, schuldig. Und die Aufarbeitung des Unrechts liegt auch im ureigenen Interesse unseres Unternehmens.“
Der Bundesvorsitzende der UOKG, Rainer Wagner, erinnerte an die bis heute andauernden Schäden,
die politische Häftlinge beim Gleisbau, in den Reichsbahnausbesserungswerken und Gleismontageplätzen
erlitten haben. Wagner sagte:
„Es ist an der Zeit, dass die deutsche Öffentlichkeit diese schweren Verletzungen der Menschenrechte
zur Kenntnis nimmt.“
Wer zu als politischer Häftling zu Unrecht verurteilt worden sei, habe Wagner zufolge auch zu Unrecht
Häftlingsarbeit leisten müssen. Wagner erklärte, dass mittelfristig über einen Härtefonds oder andere
materielle Entschädigungen nachgedacht werden müsse. Kurzfristig muss die weitere Aufarbeitung der
UOKG durch die Firmen gewährleistet werden.
Kai Wegner (MdB) sprach sich für gemeinsame Gespräche über einen Opferfonds aus. Es solle darüber
nachgedacht werden, ob die Ehrenpension für die ehemaligen politischen Häftlinge und das Thema
Haftzwangsarbeit nicht in engerem Zusammenhang gesehen werden müssten. Daniela Kolbe (MdB)
regte gemeinsame Gespräche zwischen den Vertretern der Betroffenen, den Firmen und der Politik an.
Die Gespräche, darin waren sich alle Beteiligten einig, sind in Gang gekommen und sollen fortgesetzt
werden.

www.UOKG.de
Info@uokg.de
Vorsitzender: Rainer Wagner
Ehrenvorsitzende:
Gerhard Finn (†), Horst Schüler
Stellv. Vorsitzende:
Roland Lange
Ernst – O. Schönemann
Bundesgeschäftsstelle:
Ruschestraße 103, Haus 1
D-10365 Berlin
Tel: (030) 55779351
Fax: (030) 55779340
Geschäftszeiten:
Montag bis Freitag
10.00 - 18.00 Uhr
UOKG e.V. - Ruschestr. 103 – 10365 Berlin

Ansprechpartner: UOKG-Geschäftsstelle, 030 / 55 77 93 - 51

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DEMO am 04.10.2014 in Berlin
  • schnell noch die letzten Vorbereitungen zur Demo
  • ja auch wenn klein,aber dabei !
  • Danke für die Spenden !

15.10.2014
ein Artikel zur Gedenkstätteneröffnung in Lütkenwisch !


02.09.2014

Die nächste Gedenkstätte für einen Grenztoten wird durch
Michael Schulz  am 03.10.2014 in Lütkenwisch eröffnet !






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am 20.09.2014 um 11 Uhr Treffen ehemaliger "Burger" und aller anderer Ehemaligen in Burg Parchauer Chausee 1a
 
https://www.facebook.com/events/1510144865886561/?ref=4


============================================================= Wir rufen zur Demo am 04.10.2014 auf,
bitte unterstützt uns mit Eurer Anwesenheit !!!

https://www.facebook.com/events/793020134071126/
Unter diesem Link kann man sich anmelden!!!

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Katrin Behr

Heute morgen bin ich aufgewacht und mein erster Gedanke war eine geniale Idee. Wir sollten das Medium Internet besser nutzen, wie FB und so.

Es geht um Challenge = übersetzt auch als Aufforderung deutbar.

Es können nicht alle Betroffenen an unseren Kundgebungen teilnehmen, weil sie krank sind oder sie Schwierigkeiten (Gesundheit, Finanzen) haben, die Strapazen einer Anreise zu bewerkstelligen. Auch alle Heimkinder West erreichen wir nicht.

Aber ich möchte, dass sie dennoch eine Stimme bekommen.

Was haltet ihr davon, wenn sie uns eine Videobotschaft zusenden und zwar mit dem Inhalt....

"Mein Name ist .......Ich bin ein ehemaliges Heimkind (Ost / West), welches unter den menschenverachtenden Praktiken leidet, ich bin ein Missbrauchsopfer (Heim) und / oder bin Betroffener von Zwangsadoptierten und leider immer noch unter diesem Unrecht.
Ich bin hier, ich bin laut, weil man mir die Rechte klaut! Ich fordere die Regierung umgehend dazu auf, dafür zu sorgen, dass dieses menschenrechtsverletzende Handeln rehabilitiert wird!"

Fast jeder von uns hat Internet und kann diese Videobotschaft per Handy aufnehmen und zusenden.
Somit werden wir größer von unserer Stimme.

Ich dachte dabei DIESE Seite auf FB, wo die Betroffenen ihr Video selbst hochladen können. Natürlich müsste das jemand kontrollieren, damit wir keine Videos zu nicht passenden Themen bekommen.

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Achtung Wichtig! Demonstration!

"Wir unterstützen die Inhalte der Verfassungsbeschwerde von Norda K. wir fordern die Rechte aus Artikel 39 der Kinderrechtskonvention!"

Treffpunkt: Am 6. August ab 10.00 Uhr vor dem Justizministerium in Potsdam

Anschrift: Heinrich-Mann-Allee 107 (Ecke Friedhofsgasse) nähe Hauptbahnhof Potsdam

Der Minister muss für das Verfassungsgericht eine Stellungnahme zu Nordas Beschwerde abgeben. Diese Chance müssen wir Opfer unbedingt nutzen, zu zeigen, dass wir eben nicht mit der Rechtslage in Deutschland zufrieden sind. Wir wollen ein Minderjährigen- Opferentschädigungsgesetz, welches die Normen aus Artikel 39 der KRK erfüllt, alle Menschenrechtsverbrechen abdeckt und für alle Bürger gilt, die Opfer von Menschenrechtsverbrechen in Minderjährigkeit wurden.

 
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02.08.2014

Potsdamer Neueste Nachrichten

Was Unrecht ist
von Grit Poppe und Alexander Fröhlich


In der Zelle. Roland Herrmann landete oft in der Einzelhaft.
Arrest war eine beliebte Strafmaßnahme in dem Durchgangsheim.
Gewalt, Isolation, ein Leben wie im Gefängnis. Insassen des Durchgangsheimes Bad Freienwalde erlitten in der DDR schreckliches Leid. Strafrechtlich rehabiliert werden sie nicht. Ihre Anträge werden systematisch abgelehnt. Nun wehren sie sich – mit Protest und mithilfe des Bundesverfassungsgerichtes

In seinem Wohnzimmer hängen Knastriegel und Schlüsselbund an der Wand. In seinem Keller steht ein „Leo“, ein Kübel, der in der Zelle für die Notdurft benutzt wurde. Sogar ein originales Stück Stacheldraht aus dem Kindergefängnis Bad Freienwalde hat er. Wie ein Lasso hält Roland Hermann, Cowboy-Hut und Lederweste, die traurige Trophäe in der Hand. Der Stacheldraht ist mittlerweile verrostet – die Erinnerungen an die schlimmste Zeit seines Lebens sind es nicht. An die Zeit im Durchgangsheim Bad Freienwalde. Noch immer kämpfen er und andere frühere Insassen wie Cornelia Kurtz und Norda Krauel um ihre strafrechtliche Rehabilitierung. Es sind drei exemplarische Schicksale – und sie sind erschütternd. Vor allem wegen der Zustände in den DDR-Kinderheimen, wegen der systematischen Menschenrechtsverletzung, aber auch weil der Rechtsstaat bislang völlig versagt hat, das alles anzuerkennen.
Roland ist ein abgeschobenes Kind, von der Geburt, im Mai 1965, an. Seine Mutter bringt ihn die ersten zwei Jahre seines Lebens in eine Wochenkrippe. So muss sie ihn nur am Wochenende betreuen. Die Ehe der Eltern geht in die Brüche, sie lassen sich 1973 scheiden. Als Roland zehn Jahre alt ist, heiratet die Mutter erneut. Der Stiefvater ignoriert ihn. Der überzeugte SED-Genosse und Direktor für Kader und Bildung will mit einem Jungen, der nur Ärger macht, nichts zu tun haben. Bald gibt es ein neues Kind in der Familie.
„Roland erscheint abgestempelt und abgelehnt von den Eltern und geht bewusst in Opposition“, heißt es in der Akte der Jugendhilfe. Der Junge beginnt die Schule zu schwänzen, die Enttäuschung eines Kindes, dem Liebe und Anerkennung verwehrt werden, entlädt sich in Wutanfällen. Die Mutter schließt das Wohnzimmer ab, damit ihr Sohn es nicht mehr betreten kann – aus Angst, er würde sie beklauen. Der Stiefvater verbietet ihm das Westfernsehen. Die Jugendhilfe macht Hausbesuche, legt eine Akte an und beschließt schließlich – auf ausdrücklichen Wunsch der Mutter – von einem Tag auf den nächsten die Heimeinweisung. Doch einen Heimplatz gibt es nicht von heute auf morgen. Dafür eine Art Zwischenstation – das Durchgangsheim Bad Freienwalde. Es ist ein Knast. Und für die meisten kein Heim für den Durchgang, sondern von Dauer.
Mit Gittern vor den Fenstern, einer hohen Mauer mit Glasscherben, Stacheldraht und jeder Menge Einzelzellen für die widerspenstige Brut. 1968 wurde das ehemalige Kreisgerichtsgefängnis, das auch in der NS-Zeit schon als Knast diente, an die Jugendhilfe übergeben. Bauliche Veränderungen gab es keine. Für den 14-Jährigen ist es eine Einweisung in die Hölle.
Er muss sich vollständig ausziehen, duschen, alles Private wird ihm abgenommen. Die Anstaltskleidung sieht aus wie „aus dem Lumpensack“. Nichts passt und nichts passt zusammen. Es folgen drei Tage Einzelhaft. Jeder Neuzugang wird hier auf diese Art begrüßt. In der Zelle gibt es nur eine Holzpritsche, die tagsüber hockgeklappt wird, einen Stuhl und einen Eimer für die Notdurft.
Niemand spricht mit dem Jungen, erklärt ihm etwas. Fragen sind nicht erlaubt. „Ich hab mich beschissen gefühlt, geheult, die Welt nicht mehr verstanden“, sagt Roland Herrmann. Die Welt besteht jetzt aus Gittern: Gitter vor den Fenstern und sogar ein Gitter vor der Tür. Der Arrest dient als beliebte Strafmaßnahme. Zelle 5 bedeutete Einzelhaft. Herrmann landet oft in Zelle 5. Selbst Elfjährige werden etwa wegen „Diebstahl von Zigaretten“ in die Einzelhaft gesteckt, wie in einem erhaltenen Arrestbuch nachzulesen ist. Die Vorgaben des Ministeriums für Volksbildung zur Höchstdauer des Arrestes und den Altersgrenzen werden nicht eingehalten.
Wenn Roland Herrmann nicht im Arrest sitzt, muss er arbeiten, Lampenbuchsen zusammenschrauben. „Die waren so scharfkantig, dass man sich da ganz schnell die Finger aufgerissen hat.“ Sogar die Elf- und Zwölfjährigen müssen arbeiten. „Wenn die Jüngeren die Norm nicht schafften, haben wir Älteren versucht zu helfen“, sagt Roland. „Es gab Solidarität untereinander. Aber natürlich prügelte man sich auch gelegentlich.“ In solchen Fällen gibt es Kollektivstrafe: Entengang oder Liegestütze im Treppenhaus für die Gruppe. Auf den Stufen müssen die Füße höher sein als der Kopf. Wer nicht pariert, bekommt den Schlüsselbund ins Kreuz. Über ein halbes Jahr muss er hier verbringen. Die seelischen Wunden bleiben lebenslänglich.
Urlaub ist nicht vorgesehen. Auch keine Ferien. Für die Kinder und Jugendlichen im Alter zwischen drei und 18 Jahren gestaltet sich im Heim ein Tag wie der andere. Er beginnt sehr früh am Morgen mit dem Befehl: „Aufstehen!“ Der „Leo“, der Kübel für die Notdurft, muss im Waschraum entleert und gesäubert werden. Wenn sich wenig später die minderjährigen Insassen waschen, steht oft ein Erzieher daneben und sieht zu. Zum Frühstück gibt es Stullen mit Marmelade. Nach dem Frühsport geht es zur Arbeit. Der triste Alltag wird nur unterbrochen vom gelegentlichen Hofgang: eine halbe Stunde pro Tag. Am Abend wird die Aktuelle Kamera geschaut und die Jugendlichen müssen das Gehörte aufsagen. Zu essen gibt es in der Einzelzelle nur versalzene Schmalzstullen, dazu einen Becher Tee. „Man hatte immer Durst da drin“, erinnert sich Roland.
Schon für geringste Verfehlungen gibt es Strafen: Essensentzug. Prügel. Arrest. Zwei von drei Erziehern sind Sadisten, bestrafen für jede Kleinigkeit, brüllen, verteilen „Arschtritte“, werfen Schlüssel. Ein anderer ist Alkoholiker, ein wegen seiner Sucht strafversetzter Lehrer, bei dem gab es keinen Arrest, ein Seelentröster.
Irgendwann kommt sie, die Gelegenheit zur Flucht: Die Jugendlichen sind allein auf dem Hof. Die Kisten mit den Lampen stehen zum Abholen bereit. Roland und die anderen stellen sie an die fünf Meter hohe Gefängnisschleuse. Sie fliehen zu zweit. Die anderen halten dicht. Niemand verrät sie. Als die Erzieher es bemerken, bekommen alle Insassen Arrest zur Strafe.
Roland ist in Bungalows eingebrochen, hat Essen und Kleidung geklaut. Nach drei Tagen geben die beiden auf. „Ich hab einfach gehofft, ich komme in einen richtigen Knast, nicht mehr nach Bad Freienwalde.“ Doch Roland wird zurückgeschafft in das Durchgangsheim. Und wird verurteilt zu einem Jahr Jugendhaft. Nach der U-Haft in Frankfurt (Oder) kommt er in das Jugendhaus „Frohe Zukunft“ nach Halle. Bei der Entlassung ist er 16, aber die Zukunft weigert sich immer noch, froh zu werden. In der Schule gibt es bald den nächsten Ärger. Zum Tode des Regimekritikers Robert Havemann trägt Roland einen Trauerflor und ein schwarzes Jackett. Als er vom Staatsbürgerkunde-Lehrer und vom Direktor aufgefordert wird, das schwarze Band mit der weißen Aufschrift Havemann und einem Kreuz über dem Namen abzunehmen, weigert er sich. Die Stasi wartet schon im Heim auf ihn. Aber Roland ahnt etwas und haut ab. Sein Instinkt trügt ihn nicht. Der erneute Einweisungsbeschluss in das Durchgangsheim Bad Freienwalde ist schon gefasst. Er haut wieder ab und kommt bis zu seinem 18. Lebensjahr in den Jugendwerkhof Freital.
Oder Cornelia Kurtz, geboren 1960 in Eberswalde. Sie ist eines von sieben Kindern. Nach der Trennung ihrer Eltern wird sie, zusammen mit einem Bruder, zum Vater „abgeschoben“, wie sie sagt. Da ist sie fünf Jahre alt, der Bruder vier. Der Vater ist außerordentlich streng. Er verbietet sogar den Kontakt zu den Geschwistern, die bei der Mutter leben. „Eigentlich hat der alles verboten.“ Die Kinder stören. Als Cornelia älter ist, besucht sie die Familie ihrer Mutter heimlich. Mit katastrophalen Folgen: Mit elf wird sie vom Stiefvater vergewaltigt. Reden kann sie mit niemandem.
Im März 1976, da ist sie 16, wird sie von heute auf morgen aus der zehnten Klasse herausgenommen und in das Durchgangsheim Bad Freienwalde eingewiesen. Warum, weiß sie nicht. Der Vater ist es, der sie beim Jugendamt abliefert. Eine Frau von der Jugendhilfe und ein Fahrer bringen sie ins Durchgangsheim. Als Erstes sieht sie das graue Knasttor. Alles andere verschwimmt vor ihrem Blick. „Ich hab einfach nur noch geheult.“ Dann erklingt ein Befehl: „Mitkommen!“ Das Mädchen gehorcht mechanisch. Es muss in einem Vorraum warten. In einer Kleiderkammer wird sie gezwungen, alles Persönliche abzugeben. Auch die Kleidung. Sie bekommt „Heimschlüpfer wie von Omas“. Ihr wird gesagt, dass das Volkseigentum sei und sie es nicht beschädigen dürfe.
Eine Erzieherin führt die Neue schweigend die Treppe hinauf. Auf dem Dachboden soll sie sich ausziehen. Auch ein Mann ist dort. Erklärt wird dem Mädchen nichts; auch bei ihm werden nur Befehle erteilt. Der Mann, angeblich ein Doktor, untersucht alle Körperöffnungen. Sie fühlt sich hilflos, gedemütigt, ausgeliefert. Danach sieht sie den Arzt nie wieder. Die gynäkologische Zwangsuntersuchung hat Folgen für das Leben von Cornelia. Sie hat noch heute Angst, zu Ärzten zu gehen. Jahrelang mied sie einen Besuch beim Gynäkologen. An einer Eileiterschwangerschaft wäre sie beinahe gestorben; erst im letzten Moment landete sie im Krankenhaus.
Die ersten Tage in Bad Freienwalde verbringt sie in einer Arrestzelle im Mädchentrakt. „Die Zelle ganz hinten“, erinnert sie sich. Wenn sie in den Waschraum geführt wird, steht der Erzieher an der Tür und sieht ihr zu. Aber auch als sie „auf Gruppe kommt“, wird das Leben dort nicht einfacher. Im Gegenteil. Eine Mitinsassin schneidet ihr die Haare ab. „Einfach aus Schikane. Weil sie die Stärkste war.“ Die Neue soll sehen, wer hier das Sagen hat. Eine Leidensgenossin warnt sie: „Pass auf, du sollst Kloppe kriegen.“ Cornelia verbringt noch eine Nacht in der Arrestzelle und die Gruppe greift sich das Mädchen, das sie gewarnt hat. „Ach, die Veilchen blühen auch schon“, sagt die Erzieherin am nächsten Morgen munter, als sie die Spuren der Schläge sieht.
Kein Erbarmen. Kein Zeichen von Mitleid. Wo ist sie hier? Und vor allem warum? Wie lange muss sie bleiben? Fragen dürfen nicht gestellt werden.
Die Schikanen in der Gruppe hören nicht auf. Conny muss die Drecksarbeit für die anderen machen. So wird sie dazu verdonnert, die Hygieneartikel, die Monatsbinden, in den Öfen zu verbrennen. In den Gemeinschaftszellen haben die Stubenältesten das Sagen, die, die schon länger da sind. Nachts sitzt sie auf dem Eimer für die Notdurft und schiebt Wache. Damit die anderen beim Quatschen nicht erwischt werden. Conny bekommt keinen Besuch, keine Briefe und keinen Ausgang. Einmal am Tag darf sie auf den Hof.
Ansonsten sitzt sie stundenlang an einer Werkbank, auch sie schraubt Lampenfassungen zusammen. Es wird im Akkord gearbeitet, eine Norm muss erfüllt werden. Die Jüngeren ab neun Jahren häkeln und stricken. Nach der Arbeit geht es zum Sport auf den Hof: Entengang, Kniebeuge, Liegestütze, Strecksprünge. Frau L., die Erzieherin, ist noch jung. Sie triezt die Mädchen, brüllt und treibt sie mit der Trillerpfeife an. Sich anpassen und funktionieren ist das, was hier erwartet wird. Die Persönlichkeit interessiert nicht, sie stört. Etwas, das gebrochen werden muss.
Cornelia beginnt in Bad Freienwalde zu hassen. Zuallererst ihren Vater, der sie hergebracht hat. Dann soll sie in einen Jugendwerkhof. Bei der Abfahrt dreht sie sich nicht um. Wenn ich zurückblicke, komm ich irgendwann wieder rein, denkt sie.

„Es waren keine haftähnlichen Bedingungen, es war Haft“, sagt Norda Krauel über ihre Zeit in Bad Freienwalde. Von der Mutter abgelehnt, nach frühen traumatischen Gewalt- und Missbrauchserfahrungen, landet sie mit 16 Jahren im „Tor zur Hölle“, wie sie es nennt. Stundenlang muss sie an der Wand strammstehen, bevor sie in die Zelle gesperrt wird. Ein verblichener gelber Punkt auf dem Boden wird hier zum Zentrum des Gefangenseins: Drei Tage lang steht sie dort. Sie ist durstig und trinkt den Becher Tee schnell aus, dann erst isst sie die versalzene Schmalzstulle. Nun hat sie noch mehr Durst. „Jetzt hast du Zeit zu überlegen, warum du hier gelandet bist“, wird ihr gesagt. Aber Norda kommt nicht drauf. Sie hat nur Durst.
Als sie in die Gruppe eingewiesen wird, beginnt der Kampf um die Rangordnung. Prügeleien sind so normal wie das Riegelknallen am frühen Morgen. Die Brille wurde ihr als mögliche Waffe weggenommen. Bei der Arbeit am Band und dem Montieren von Lampen bekommt sie deshalb Migräne. Ein Ausbruchsversuch eskaliert in verzweifelter Gewalt. Ihr einziger Halt in dieser Zeit ist ein vierjähriger Junge, der nicht spricht. Er ist so schmal, dass er durch die Gitter zwischen den Etagen passt. Irgendwann hebt er die Arme, will auf den Arm. Norda hat Angst, bei dem verbotenen Kontakt erwischt zu werden. Doch der Kleine kommt immer wieder zu ihr. Irgendwann sagt er auch etwas – einen einzigen Satz: „Du könntest eigentlich auch meine Mutti sein.“
Wenn sie heute davon erzählt, schnürt es ihr immer noch die Kehle zu. „Die kleinen Kinder dort, das war das Schlimmste. Die konnten doch gar nicht verstehen, was da passierte.“
All die Insassen des Durchgangsheimes, Roland Herrmann, Cornelia Kurtz, Norda Krauel und viele andere, haben ihre strafrechtliche Rehabilitierung beantragt. Sie möchten, dass anerkannt wird, dass ihnen Unrecht geschah. Die Begehren, wie es im juristischen Amtsdeutsch heißt, wurden am Landgericht Frankfurt (Oder) von der Kammer für Rehabilitierungsverfahren stets zurückgewiesen. In einer Stellungnahme der Staatsanwaltschaft heißt es: „Zwar kann nicht verkannt werden, dass die Unterbringung in den Institutionen für die Betroffenen ohne Frage aufgrund der sicherlich strengen Führung und des rückständigen Standards eine gewisse Härte bedeuteten. Eine schwerwiegende Verletzung der Menschenrechte, die eine Rehabilitierung nahelegen würden, kann aber hierin nicht gesehen werden.“ Die Erziehungsmaßnahmen müssten als das damals als normal Akzeptierte gesehen werden und seien nicht politisch motiviert. Dass die persönliche Freiheit der Betroffenen beschränkt war, „hat ebenfalls nicht mit politischer Verfolgung zu tun, sondern liegt in der Natur der Sache“.
Selbst ein Bericht der Landesbeauftragten zur Aufarbeitung der Folgen der SED- Diktatur über die Zustände in Bad Freienwalde und das Heimsystem in der DDR beeindruckte die Gerichte nicht. Ganz im Gegenteil: Es gab keinerlei Reaktion. Petra Morawe, die bei der Landesbeauftragten tätig ist und Opfer der DDR-Heime berät, kann in gewisser Weise die Reaktion der Richter sogar nachvollziehen. Lange Jahre nach der Wiedervereinigung fielen DDR-Heimkinder durch das Raster bei der strafrechtlichen Rehabilitierung. Beim berüchtigten Jugendwerkhof in Torgau schwenkten die Gerichte schließlich um. Auch der Gesetzgeber besserte nach. Nach der Reform des strafrechtlichen Rehabilitierungsgesetzes werden „Rechtsstaatswidrige Entscheidungen über Freiheitsentzug außerhalb eines Strafverfahrens“ und haftähnliche Bedingungen für Kinder und Jugendliche in der DDR nicht mehr nur dann rehabilitiert, wenn sie der politischen Verfolgung dienten, sondern auch sachfremden Zwecken.
Eine schwammige Formulierung, findet Morawe. Sie glaubt, dass die Gerichte sich damit schwertun und deshalb äußerst streng prüfen. Sonst könnte ja jeder kommen und seinen Heimaufenthalt als sachfremd darstellen. Aber die Heimunterbringung in Bad Freienwalde hatte nichts mit „Fürsorgepflicht des Staates“ und dem Kindeswohl zu tun, sagt Morawe. „Sie war also sachfremd.“
Was Morawe nicht versteht: dass die Gerichte die Betroffenen nicht einmal anhören. Erst im Januar hatte das Landesverfassungsgericht diese Praxis gerügt, weil vor dem Landgericht Potsdam und dem Oberlandesgericht bei Klagen eines SED-Opfers „das Grundrecht auf rechtliches Gehör“, wirksamen Rechtsschutz und Gleichheit vor dem Gesetz verletzt wurde. Die Gerichte hätten die Landesverfassung „gleich in mehrfacher Hinsicht“ missachtet. Und zwar indem sie Einwände „nicht zur Kenntnis genommen“, umfangreiche Erklärungen und eine Stellungnahme von Brandenburgs Aufklärungsbeauftragter gar nicht berücksichtigt hatten. Die Enquetekommission des brandenburgischen Landtags zur Aufarbeitung der Nachwendejahre empfiehlt in ihrem Abschlussbericht, Betroffenen in Rehabilitierungsverfahren mehr Mitwirkung und stets eine Anhörung zu ermöglichen. Sie sollen außerdem Zeugen und Sachverständige benennen können. Passiert ist nichts.
Die fehlende Anhörung ist das formal- rechtliche Problem. Es trifft die früheren Heiminsassen schwer, weil sie sich nicht ernst genommen fühlen, weil sie sich nicht erklären können vor einem Richter, sagt Morawe. Es gehe nicht ums Geld, durch den DDR-Heimkinderfonds werden auch sie unterstützt. Die Feststellung, rehabilitiert zu werden, weil ihnen Unrecht angetan wurde, ist etwas anderes. Und dafür gibt es eine Entschädigung. 306,78 Euro für jeden angefangenen Monat in Haft.
Das andere, das inhaltliche Problem ist die Einsicht in das System der Heimerziehung in der DDR. Es ging darum „die als abweichend bezeichneten Eigenschaften von Kindern und Jugendlichen in einem Prozess kollektiver Erziehung zu korrigieren“, sagt sie. „Sie sollten unter haftähnlichen Bedingungen und mit einem Strafsystem lernen, sich anzupassen und sich im Sinne des Systems unterzuordnen.“ Man könne auch sagen, die Persönlichkeit sollte gebrochen werden. Und das alles zentral gesteuert, also politisch gewollt. Wer nicht dem Ideal des sozialistischen Bürgers entsprach, „sollte mit besonderem Drill, mit Isolationen hingebogen werden, damit er zumindest funktioniert und Hilfsarbeiter werden kann“.
Durch die Zwangsarbeit für den VEB Schiffarmaturen und Leuchtenbau Eberswalde-Finow nahm das Heim 20 000 DDR-Mark allein 1979 ein, sagt Morawe. Lohn und Taschengeld gab es nicht, die Jugendliche haben die Kosten ihrer Haft quasi selbst erwirtschaftet. Nur einen Tag in der Woche gab es Berufsschulunterricht in Staatsbürgerkunde, Deutsch und Mathematik – mit lebenslangen Folgen. Höhere Schulabschlüsse oder eine Ausbildung blieben ihnen später deshalb versagt.
Nur die Gerichte finden das alles nicht Unrecht genug, um die Insassen zu rehabilitieren. Norda Krauel will sich nicht damit abfinden. Sie hat schon 2011 Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe eingelegt. Und sie hat einen ersten Erfolg: Karlsruhe hält die Beschwerde offenbar für begründet, hat beim brandenburgischen Justizministerium eine Stellungnahme angefordert und eine Frist bis 15. August gesetzt. Am kommenden Mittwoch wollen frühere Insassen des Durchgangsheims vor das Justizministerium ziehen und demonstrieren, mittags wird der Protest vor dem Landtag fortgesetzt. Angemeldet sind 25 Teilnehmer. Das Justizministerium wollte das alles nicht kommentieren, das sei auch nicht überlich bei personengebundenen Verfahren.


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  15.5.2014
Heute haben wir einen Ausflug unternommen um wieder mal einiges auf den Weg zu bringen!
Dazu hatten wir einen Termin bei Pfarrer Björn Ferch von der  Evangelische Kirchengemeinde in  Bad Freienwalde vereinbart, um mit ihm über die Aufarbeitung der Geschichte des Durchgangsheimes „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ zu erörtern.
Wir danken Pfarrer Björn Ferch für das Gespräch und die hilfreichen Ideen und Anregungen.
Dies führte unseren Weg danach zu Herrn Dr. Reinhard Schmook dem Museumsleiter von Bad Freienwalde, um mit ihm ebenfalls das Thema Aufarbeitung anzusprechen .Er hatte leider nur wenig Zeit, hörte sich aber unser Anliegen an und versprach uns wenn er kann zu helfen.
Unser nächster Weg führte uns danach zu der Stiftung SPI Jugend-, Kultur-, Bildungs- und Bürgerzentrum dem „Offi“ in  Bad Freienwalde.
Dort trafen wir auf Frau Maren Köpke mit ihr fanden wir eine sehr kompetente Ansprechpartnerin.
Auch an sie geht unser Dank für das Gespräch zu  welchen sie für uns Zeit hatte.
Nun wollen wir Euch auch endlich verraten was das ganze sollte. Wir möchten ja zur Aufarbeitung beitragen und versuchen dazu auch immer wieder an Schulen oder Gymnasien sogenannte Zeitzeugengespräche zu organisieren.
Wir finden es auch sehr wichtig, dass endlich in Bad Freienwalde solch eine Veranstaltung stattfinden muss!
Um so viele Zuhörer wie möglich anzusprechen brauchen wir einen Partner der uns hilft dies im angemessenen Rahmen durchzuführen!
Nun haben wir den ersten Schritt geschafft, im Herbst wird dort
im „OFFI“ eine solche Veranstaltung im Rahmen eines Projekttages stattfinden.
Es war ein sehr erfolgreicher Ausflug.
Zum Abschluss waren wir noch im „Rosen Café´ „, in der Nähe des Amtsgerichtes und dort wurden wir wieder erkannt!!!
Die Bedienung dort meinte zu Roland: „sie waren doch schon mal hier, ich habe sie schon mal gesehen!“
Als wir im Januar 2012, nachdem wir mit dem RBB nach fast 30 Jahren noch einmal in dem Kindergefängnis gewesen waren, haben wir uns im
„Rosen Café`“ noch einmal zusammen gesetzt, um den Tag abzuschließen.

 


                    Wichtig !!! Bitte weitersagen !!!
Wichtiger Hinweis für alle Betroffenen, wer den Heimkinderfond in Anspruch nehmen möchte und dies noch nicht getan hat, wird gebeten sich bis zum 30.September 2014 in einer der Anlaufstellen anzumelden um registriert zu werden !

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  01.05.2014
Vom 24.4.- 26.4.2014 fand der 18.Bundeskongresse unter der Überschrift "ZEITENWENDE" im 25.Jahr der friedlichen Revolution, statt!
In diesem Jahr trafen wir  uns im Landtag von Dresden, um brisante Themen zu diskutieren und auch aus den einzelnen Vereinen und Verbänden zu berichten!
In den Pausen nutzten wir die Zeit um neue Kontakte zu knüpfen, oder mit bereits bestehenden Kontakten Erfahrungen auszutauschen.
Es gab auch wieder einige kulturelle Angebot an die wir teilnehmen konnten.
In diesem Fleyer kann man ersehen wer unter anderem zu uns gesprochen hat und welche Themen uns beschäftigt haben!

Einen kurzen Bericht faßte unser Vorsitzender Roland Herrmann zusammen der hier gesehen werden kann:
http://kindergefaengnisbadfreienwalde.ibk.me/8.html



06.03.2014
2.Ehemaligentreffen 2014 Durchgangsheim Bad Freienwalde


Unser 2. Ehemaligentreffen der Kinder und Jugendlichen die im
Durchgangsheim Bad Freienwalde ist geplant für den
                                7.+8.Juni 2014 !!!
Wir sind wieder herzlichst von einem Lieben Mitglied eingeladen worden !
Dort können wir campen, ob mit Wohnwagen oder mit dem Zelt
oder einfach nur im Schlafsack..........am Lagerfeuer !
Sanitäranlage ist vorhanden.
Bei Bedarf gibt es auch eine Pension im Ort !
Für Essen wird gesorgt und Getränke gibt es in jeder
Geschmacksrichtung und zu erschwinglichen Preisen!
Wer Interesse daran hat gemeinsam mit anderen Betroffenen und
auch deren Angehörigen in ungezwungener Umgebung zusammen
zu sein,der melde sich bitte unter folgender Mailadresse mit dem
Betreff: 2.Treffen an !
http://wilderose40@googlemail.com


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20.01.2014
Diese Meldung erreichte uns heute !!!


Presseerklärung 19.01.2014
des Arbeitskreises Fonds Heinerziehung der DDR (ABH-DDR)
Bis heute hat die Politik nicht verbindlich erklärt, wie sie den Fonds
Heimerziehung DDR für alle ehemaligen Heimkinder ausreichend ausstattet,
nachdem 40 Millionen aufgebraucht sind.
Die (letzte) Bundesregierung hatte in der 183. Sitzung des Bundestages vom
13.6.2012 erklärt, dass sie das unfassbare Leid, das vielen Kindern und
Jugendlichen in den Heimen der DDR angetan wurde, nicht ungeschehen
machen kann. Aber mit dem Fonds sollte das zugefügte Unrecht anerkannt
werden und allen geholfen werden, die daraus erlittenen Folgen aus der Zeit der
Heimunterbringung zu mildern.
Aus dem uns vorliegenden Protokoll eines Eckpunktepapiers der Jugend- und
Finanzministerien der Errichter des Fonds vom 16.01.2014 wird uns ein
Vorschlag zur Fortführung des Fonds unterbreitet, welches reduzierte
Leistungskriterien einführt und den von der Bundesregierung in der 183. Sitzung
formulierten Ansprüchen widerspricht.
So werden
- die vormals allen versprochenen 10.000 € an Sachleistungen nun an
einschränkende Bedingungen geknüpft (nur noch für Therapien,
Aufarbeitungen, Qualifizierungsmaßnahmen),
- alternativ hierzu 3000 € pauschal gewährt (5.000 € bei finanzieller
Bedürftigkeit als Folge der Heimerfahrung),
- die Inanspruchnahme der Leistungen an eine einzige Vereinbarung
geknüpft und
- eine beschleunigte Anspruchsanmeldung bis Mitte 2014 eingeführt (als
Ausschlussfrist).
Der ABH-DDR ist mit diesem Vorschlag grundsätzlich nicht einverstanden,
weil er
- dem Sinn und Zweck des von der Bundesregierung ursprünglich
gewollten Fonds widerspricht (siehe 183. Sitzung des Bundestages),
- fälschlicherweise unterstellt, die bisherige Praxis der Leistungsgewährung
des Fonds Heimerziehung DDR hätte nicht den Empfehlungen des
Runden Tisches Heimerziehung entsprochen und müsse jetzt mit einer
Leistungsreduzierung korrigiert werden: Jede Sachleistung bis zu 10.000
€ war stets dazu da, die Folgen der erlebten repressiven Heimerziehung
im Einzelfall zu mildern,
- dem Gleichbehandlungsgrundsatz dahingehend widerspricht, dass alle
ehemaligen Heimkinder gleiche Leistungen in Anspruch nehmen können
(kein Windhundprinzip nach dem Motto, wer schneller etwas wollte,
bekam alles, wer zu spät kam, muss sehen, was übrig bleibt),
2
- darauf hinausläuft, mit der Beschleunigung der Abwicklung die
individuelle wie gesellschaftlich- wissenschaftliche Aufarbeitung
abzuschneiden,
- die grundsätzlich nur freiwillig sinnvolle Therapie des Erlebte mit der
Verlockung des Geldes erkauft,
- eine besondere Bedürftigkeitsprüfung für die Inanspruchnahme der
Pauschale von 5.000 € einführt.
Wir schlagen vor, zum Ausgangspunkt des Inkrafttretens des Fonds
Heimerziehung DDR Mitte 2012 zurück zu kehren und
- sich klar zu machen, dass die Glaubwürdigkeit von Versprechungen der
staatlichen Errichter des Fonds gegenüber Opfern nicht von der
Zahlungsmoral des Staates abhängig sein darf,
- die Fonds ohne einschränkende Bedingungen für alle Betroffene im
erforderlichen Umfang aufzustocken sind (hier haben stets gleiche
Leistungskriterien in West wie Ost zu gelten)
- und mit der Aufstockung des Fonds endlich dafür zu sorgen, dass die
ungerechte Schlechterstellung von ehemaligen Heimkindern der DDR
aufgehoben wird, die keine Rentenersatzleistungen erhalten, weil für ihre
Zwangsarbeit in den Heimen geringsten Beiträge zur Sozialversicherung
gezahlt wurden.
Wir weisen an dieser Stelle darauf hin, dass die Gesellschaft für das ehemaligen
Heimkindern zugefügte Leid und Unrecht verantwortlich bleibt, unabhängig von
Ausschlussfristen, versprochenen Geldleistungen und einem gewünschten Ende
des (belastenden) Themas. Wir sind deshalb gegen eine Beendigung der Fonds
durch Fristsetzungen.
Wenn die staatlichen Errichter des Fonds ihre Bitte um Verzeihung gegenüber
den ehemaligen Heimkindern wirklich ernst gemeint haben, sollte es ihre Pflicht
und Verantwortung gegenüber den Opfern der repressiven Heimerziehung
beider Deutschen Staaten sein, das Mandat des Bundestages (der Länder und
Kirchen) uneingeschränkt in den neuen und alten Bundesländern umzusetzen.
Für den ABH-DDR:
Ralf Weber
Roland Militz,
Katrin Begoin,
Rainer Buchwald,
Roland Günsche,
Prof. Dr. Peter Schruth.






Wir wünschen allen Betroffenen und Ihren Angehörigen
und auch denen die sich für uns einsetzen und
bei der Aufarbeitung unserer aller traumatisierenden Lebens- und Erziehungsverhältnissen helfen,
frohe und besinnliche Weihnachtszeit und alles Gute für das Jahr 2014 !
Der Vorstand





  Hier ein Hinweis in Form eines Fleyers zu einem Treffen :
Pressemitteilung

UOKG-Verbändetreffen vom 30.11. und 1.12. 2013 in der Normannenstraße
Vorstand im Wesentlichen bestätigt

Resolutionen zu der Bedeutung des 17. Juni und zu Vorgängen in Brandenburg


Am Wochenende des 30. November / 1. Dezember fanden in der Stasi-Gedenkstätte in der Berliner Normannenstraße das 3. UOKG-Verbändetreffen und die 3. Mitgliederversammlung des Jahres 2013 statt.
Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war die turnusmäßige Vorstandswahl. Der bisherige Vorstand wurde im wesentlichen in seinem Amt bestätigt.
Bundesvorsitzender bleibt Rainer Wagner, die beiden Stellvertreter bleiben Roland Lange und Ernst-O. Schönemann.
Im Vorstand kommt es zu folgenden Änderungen: Als Beisitzer hinzu kommen Klaus Gronau, Zeitzeuge des Volksaufstands vom 17. Juni und bekannt durch sein Engagement zur Würdigung des Gedenktags, sowie Hans-Peter Schudt, ehemaliger politischer Häftling der DDR und bisheriger Regionalbeauftragter der UOKG für den Freistaat Bayern. Aus dem Vorstand ausgeschieden sind Michael Schulz und Rainer Schneider, welche aber mit der UOKG eng verbunden bleiben. In ihrem Amt als Beisitzerinnen wurden Anita Goßler und Sybille Krägel bestätigt.
Schließlich hat die UOKG die Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder „Kindergefängnis Bad Freienwalde“ als neuen Mitgliedsverband aufgenommen.
Schließlich hat das Verbändetreffen der UOKG zwei Resolutionen verabschiedet. Die erste Resolution fordert eine Aufwertung des Gedenktags zum 17. Juni 1953. Dieser soll wieder zum gesetzlichen Feiertag erklärt werden.
Die zweite Resolution fordert das Land Brandenburg auf, endlich das Fortwirken des DDR-Unrechts unterbindet und der Landtag den Empfehlungen der Enquete-Kommission folgt. Anlass ist ein fragwürdiges Verhalten des Landtags in der Sitzung, welche das Bodenreformgesetz behandeln sollte, sowie das Verschleudern von Fördergeldern in Höhe von 300 Milionen aufgrund mafiöser Strukturen ehemaliger SED-Kader.
Den Text der Resolutionen finden Sie in der Anlage

Ansprechpartner: UOKG-Geschäftsstelle, 030 / 55 77 93 - 51

__________________________________
Union der Opferverbände
kommunistischer Gewaltherrschaft
(UOKG e.V.)
Ruschestr. 103, Haus 1
10365 Berlin-Lichtenberg
(U Magdalenenstraße)
Tel. (030) 55 77 93 -51
Fax (030) 57 77 93 -40
www.uokg.de


Nachtrag 02.12.2013
kooptiert:
Michael Schulz (Beauftragter Fördermitglieder)

er ist wieder im Bundesvorstand


Quelle:  http://www.uokg.de/cms/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=27&Itemid=58

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28.11.2013
Mit Wirkung vom heutigen Tag ist Andre`Pahl bedauerlicherweise
aus zeitlichen, beruflichen und  privaten Gründen aus dem Vorstand zurückgetreten, dennoch wird er uns weiterhin unterstützen, wenn es seine Zeit  erlaubt.

Als Neuer stellvertretende Vorsitzender und Nachfolger von ihm, wurde Rainer Buchwald gewählt, ebenfals mit Wirkung des heutigen Tages.

29.10.2013
Im Zusammenhang mit dem Antrag um Aufnahme des Verein`s in die UOKG, haben wir als Vorstand beschlossen, uns mehr für andere ehemalige Heimkinder zu öffnen und um dies besser auszudrücken, haben wir dem Namen des Verein`s mit einem Zusatz ausgestattet !

Verein "Kindergefängnis Bad Freienwalde"/Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder


07.10.2013
Um eine noch bessere Aufarbeitung und mehr präsenz zu genießen,
in unseren Kampf für die Rehabilitierung, haben wir als Vorstand folgendes Schreiben verfaßt !Mit einigen Mitgliedern haben wir telefonisch darüber schon gesprochen und Zustimmung erhalten! Wen wir nicht erreicht haben darf sich gerne bei uns melden !
Hierüber wird im Dezember  in einer Mitgliederversammlung der UOKG entschieden!
UOKG- Union der Opferverbände Kommunistischer Gewaltherrschaft e.V


Roland Herrmann                               Fürstenwalde den 01.10.2013
1.Vorsitzender
„Kindergefängnis Bad Freienwalde“n.e.V
Langewahler-Str.07
15517 Fürstenwalde/Spree
 
Union der Opferverbände
Kommunistischer Gewaltherrschaft
Bundesgeschäftsstelle
Ruschestr. 103 Haus 1
10365 Berlin – Lichtenberg
 
 
 
Sehr geehrter Bundesvorstand der UOKG,
 
 
wir der Vorstand von „Kindergefängnis Bad Freienwalde“n.e.V, vertreten durch Roland Herrmann 1.Vorsitzender, Andre`Pahl stellvertretender Vorsitzender und Brigitte Schreiber Schriftführerin
stellen hiermit, für unseren nicht eingetragenen Verein und deren derzeitigen 20 Mitglieder
 einen Antrag auf Mitgliedschaft in der UOKG.
Ihre Satzung ist uns bekannt und diese erkennen wir an.
Wir würden uns auf eine enge Zusammenarbeit mit der UOKG freuen.
 
 Roland Herrmann
1.Vorsitzender „Kindergefängnis Bad Freienwalde“n.e.V
Fördermitglied der UOKG
 
 
 
 
 
04.10.2013
gestern erreichte uns folgende Meldung
!!

Dierk Schaefers Blog
Wenn die Vorwürfe zutreffen, …
Veröffentlicht in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Politik von dierkschaefer am 29. August 2013
… dann hat der große Betrug an den ehemaligen Heimkindern seit Einrichtung des Runden Tisches mit seiner asymmetrischen Machtverteilung und willfährigen Heimkinder-Vertretern unter dem Vorsitz der manipulierenden „Moderatorin“ eine weitere Facette erhalten.
 
Wortlaut des an mich gerichteten Mails:
 
guten morgen herr schäfer, ich bitte sie, den text dieser mail zu veröffentlichen. otto behnck ist damit einverstanden, alle sollen es wissen…..
—– Weitergeleitete Nachricht von Otto Behnck <otto.behnck@web.de> —–
Datum: Wed, 28 Aug 2013 21:54:59 +0200 (CEST)
Von: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Antwort an: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Betreff: Fw: Rücktritt als 2. Vorsitzender des Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H
An: Rolfbreitfeld <rolfbreitfeld@alice-dsl.net>
 
Rücktritt als 2. Vorsitzender und Ausscheiden aus dem Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H
 
Während meiner Tätigkeit im Beirat musste ich bedauerlicherweise feststellen, dass eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund, Ländern und den Kirchen beider Konfessionen getroffen, deren Ziel es ist, nicht ausgezahlte Gelder, an die Einlagengeber zurück zu zahlen. An der Tätigkeit von Herrn Gorrissen als verantwortlich handelnder im Lenkungsausschuss konnte ich feststellen, dass von Anfang an mit der Zielvorgabe gearbeitet wurde, nicht alle zur Verfügung gestellten Gelder auszugeben. Insbesondere seien hierfür die Richtlinien genannt, die von vornherein darauf abzielten, dass nur ein eingeschränkter Personenkreis überhaupt die Möglichkeit hat, von dem Fond zu profitieren. Im Hinblick auf die eingangs erwähnte Verwaltungsvereinbarung, erscheint mir dieses Vorgehen nun in einem vollkommen neuen Licht.
 
Anhand der bisherigen Zahlen lässt sich erkennen, dass der Fond bis zum Ende der Laufzeit nicht annähernd ausgeschöpft wird. Hierzu sei die Drucksache 17/13671 des Deutschen Bundestages genannt, welche eindeutig für sich spricht. Herr Gorrissen hat da einen ganz eigenen Interpretationsansatz, den wir nicht nachvollziehen können. Nach seinen Aussagen läuft alles wunderbar und die Beratungszahlen seien angeblich in den letzten Wochen um bis zu 150% gestiegen. Das widerspricht allen Zahlen aus der genannten Drucksache und auch unseren Erfahrungen in der Arbeit mit ehemaligen Betroffenen.
 
Angeblich soll der Beirat einer Aufsichtspflicht nachkommen, die jedoch in keinster Weise ausgeübt werden kann, da immer wieder datenschutzrechtliche Gründe angeführt werden, sobald die Fälle von einzelnen Betroffenen überprüft werden sollen. Angesichts der Tatsache, dass es bei diesem Fonds um Auszahlungen an einzelne Betroffene geht, ist eine seriöse Kontrolle der Tätigkeit von Herrn Gorrissen und seiner Ehefrau dadurch nicht möglich. Ich bin nicht länger bereit, mich an einer Sache zu beteiligen, die vollkommen sinnfrei ist. Ich bin nicht in diesen Beirat gegangen, um andächtig den Ausführungen von Herrn Gorrissen zu lauschen und seine Arbeit abzunicken, ohne auch nur ansatzweise eine Kontrollfunktion ausüben zu können.
 
Die Erfahrungen in diesem Beirat reihen sich nahtlos an alle Erfahrungen, die ich in den letzten sechs Jahren machen „durfte“. Naja, jetzt ist es vorbei. Dieser Rücktritt stellt für mich einen Schlusspunkt dar. Ich habe kein Interesse mehr daran, mich auf niedrigstem Niveau verarschen zu lassen!
 
Mit freundlichen Grüßen
Otto Behnck
 

Dierk Schaefers Blog
Wenn die Vorwürfe zutreffen, …
Veröffentlicht in heimkinder, Kinderrechte, Kirche, Politik von dierkschaefer am 29. August 2013
… dann hat der große Betrug an den ehemaligen Heimkindern seit Einrichtung des Runden Tisches mit seiner asymmetrischen Machtverteilung und willfährigen Heimkinder-Vertretern unter dem Vorsitz der manipulierenden „Moderatorin“ eine weitere Facette erhalten.
 
Wortlaut des an mich gerichteten Mails:
 
guten morgen herr schäfer, ich bitte sie, den text dieser mail zu veröffentlichen. otto behnck ist damit einverstanden, alle sollen es wissen…..
—– Weitergeleitete Nachricht von Otto Behnck <otto.behnck@web.de> —–
Datum: Wed, 28 Aug 2013 21:54:59 +0200 (CEST)
Von: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Antwort an: Otto Behnck <otto.behnck@web.de>
Betreff: Fw: Rücktritt als 2. Vorsitzender des Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H
An: Rolfbreitfeld <rolfbreitfeld@alice-dsl.net>
 
Rücktritt als 2. Vorsitzender und Ausscheiden aus dem Beirates der Anlauf- und Beratungsstelle Heimerziehung S-H
 
Während meiner Tätigkeit im Beirat musste ich bedauerlicherweise feststellen, dass eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund, Ländern und den Kirchen beider Konfessionen getroffen, deren Ziel es ist, nicht ausgezahlte Gelder, an die Einlagengeber zurück zu zahlen. An der Tätigkeit von Herrn Gorrissen als verantwortlich handelnder im Lenkungsausschuss konnte ich feststellen, dass von Anfang an mit der Zielvorgabe gearbeitet wurde, nicht alle zur Verfügung gestellten Gelder auszugeben. Insbesondere seien hierfür die Richtlinien genannt, die von vornherein darauf abzielten, dass nur ein eingeschränkter Personenkreis überhaupt die Möglichkeit hat, von dem Fond zu profitieren. Im Hinblick auf die eingangs erwähnte Verwaltungsvereinbarung, erscheint mir dieses Vorgehen nun in einem vollkommen neuen Licht.
 
Anhand der bisherigen Zahlen lässt sich erkennen, dass der Fond bis zum Ende der Laufzeit nicht annähernd ausgeschöpft wird. Hierzu sei die Drucksache 17/13671 des Deutschen Bundestages genannt, welche eindeutig für sich spricht. Herr Gorrissen hat da einen ganz eigenen Interpretationsansatz, den wir nicht nachvollziehen können. Nach seinen Aussagen läuft alles wunderbar und die Beratungszahlen seien angeblich in den letzten Wochen um bis zu 150% gestiegen. Das widerspricht allen Zahlen aus der genannten Drucksache und auch unseren Erfahrungen in der Arbeit mit ehemaligen Betroffenen.
 
Angeblich soll der Beirat einer Aufsichtspflicht nachkommen, die jedoch in keinster Weise ausgeübt werden kann, da immer wieder datenschutzrechtliche Gründe angeführt werden, sobald die Fälle von einzelnen Betroffenen überprüft werden sollen. Angesichts der Tatsache, dass es bei diesem Fonds um Auszahlungen an einzelne Betroffene geht, ist eine seriöse Kontrolle der Tätigkeit von Herrn Gorrissen und seiner Ehefrau dadurch nicht möglich. Ich bin nicht länger bereit, mich an einer Sache zu beteiligen, die vollkommen sinnfrei ist. Ich bin nicht in diesen Beirat gegangen, um andächtig den Ausführungen von Herrn Gorrissen zu lauschen und seine Arbeit abzunicken, ohne auch nur ansatzweise eine Kontrollfunktion ausüben zu können.
 
Die Erfahrungen in diesem Beirat reihen sich nahtlos an alle Erfahrungen, die ich in den letzten sechs Jahren machen „durfte“. Naja, jetzt ist es vorbei. Dieser Rücktritt stellt für mich einen Schlusspunkt dar. Ich habe kein Interesse mehr daran, mich auf niedrigstem Niveau verarschen zu lassen!
 
Mit freundlichen Grüßen
Otto Behnck

 
  16.9.2013
Auch in diesem Jahr zum 11. Ehemaligen Treffen in Torgau war Roland dabei,er präsentierte unseren Verein !
Er lernte Kathrin Begoin persönlich kennen die dort ihre Lieder vortrug und er hatte sehr interessante Gespräche, unter Anderem wurde durch den ORF ein Interview mit ihm geführt, die sehr an allem was Bad Freienwalde angeht interessiert waren !


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  03.09.2013
Kneese: Mahnmal für Opfer der Grenze eingeweiht

Artikel | Mo, 02/09/2013 - 11:10 | Von pm