Verein "Kindergefängnis Bad Freienwalde "/
Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder Ost
28.4.2016  

 DIE GESCHICHTE BERLINS                            
Verein für die Geschichte Berlins e.V., gegr. 1865             
    
Presseinformation /  Presseeinladung     
Gedenktafel erinnert an ehemaliges Durchgangsheim Alt-Stralau und seiner drangsalierten Insassen · Veranstaltung: 28.04.2016    
Berlin, 26. April 2016 I Mit einer Gedenktafel soll nunmehr die Öffentlichkeit an die Geschichte des ehemaligen Durchgangsheims Alt-Stralau und das dramatische Schicksal zahlreicher Kinder und Jugendlichen darin erinnert werden. Die Veranstaltung findet am 28. April 2016, ab 18.00 Uhr, in der Aula der ThaliaGrundschule, Alt-Stralau 34, 10245 Berlin, mit anschließender Enthüllung der Tafel auf dem Außengelände statt.   
Auf Berlins beliebter Halbinsel Stralau weist heute absolut nichts mehr auf das Durchgangsheim hin, das als Sonderheim von der DDR Jugendhilfe betrieben wurde. Zwischen 1952 und 1989 diente es zur vorübergehenden Aufnahme von mehr als 70.000 Kindern und Jugendlichen mit widrigen Lebensumständen, die dort von teilweise brutalen Erziehern mit physischer und psychischer Roheit „auf den richtigen Weg (zurück)geführt“, also zu einwandfreien sozialistischen Staatsbürgern erzogen werden sollten. Und das mit durchweg drastischen Mitteln: Isolationszellen, Essensentzug, Prügel, militärischer Drill und Zwangsarbeit. Die Schreie der jungen Menschen verhallten damals innerhalb dicker Hausmauern, ihre Hilflosigkeit gegenüber Willkür und Gewalt traumatisierte sie bis auf den heutigen Tag. „Mit der Errichtung der Gedenktafel soll dazu angeregt werden, sich mit der Geschichte des Heims auseinanderzusetzen, des Schicksals der Heimkinder zu gedenken und damit die Erinnerung an die Leidtragenden wachzuhalten“, erklärt Detlef Krenz,  Friedrichshain-Kreuzberg Museum (FHXB). Bezirksstadträtin Jana Borkamp und Rainer Buchwald, ein ehemaliger Insasse des Durchgangsheims Alt-Stralau, werden gemeinsam die Tafel-Enthüllung vornehmen.   Kommunikation über Website des VfdGB  Nahezu sieben Jahre haben die Initiatoren unablässig für diesen Moment des offiziellen Erinnerns geworben. In Diskussionsbeiträgen, teilweise begleitet von ergreifenden Schilderungen über den düsteren Heimalltag, trat der Wunsch nach einem Gedenkzeichen zutage. Ein Großteil der Kommunikation wurde nachhaltig über die Website ’Forum’ des Vereins für die Geschichte Berlins e.V. (VfdGB) geführt. Dr. Manfred Uhlitz, Vorsitzender des VfdGB-Vorstands: „Das positive Resultat, das sich letztendlich auch durch die intensive Nutzung der InternetPlattform des Vereins entwickelte, weist alles in allem sehr deutlich auf ihren hervorragenden Stellenwert hin. Wir freuen uns mit den Initiatoren, dass die  
Gedenktafel nicht den Abschluss der Aufarbeitung der Geschichte des Durchgangsheims Alt-Stralau bildet, sondern den Menschen eine erste Information über das unrechte Geschehen dort bietet und somit das Vergessen verhindert.“   
Hinweis für die Medienvertreter: Lassen Sie mich freundlicherweise bitte wissen, ob wir mit Ihrer Teilnahme an der Veranstaltung rechnen dürfen. Herzlichen Dank!  
Mathias C. Tank Pressesprecher VfdGB Tel.: 0160 9726 0877 Email: Tank@DieGeschichteBerlins.de    
Der Verein für die Geschichte Berlins e.V., gegründet am 28. Januar 1865, ist der älteste und größte Geschichtsverein der Stadt Berlin. Sein somit über 150 Jahre bestehendes Ziel: „Die Geschichte Berlins lebendig zu halten und zugänglich zu machen!“ Seit 1884 gibt der Verein seine ’Mitteilungen’ und später sein stadtbekanntes Jahrbuch ’Der Bär von Berlin’ heraus. Derzeit befinden sich mehr als 30.000 Bücher, Monographien und Zeitschriften zum Thema Berlin in der Vereins-Bibliothek.
Information: www.DieGeschichteBerlins.de     ​




 


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Förderverein Grenzdokumentations-Stätte
Lübeck-Schlutup e.V.
Mecklenburger Str. 12 23568 Lübeck
Tel.: 0451-6933990 info@grenze-luebeck.de
 
 
25 Jahre Deutsche Einheit
        wir wollen feiern
 
 
 
Alle Bürgerinnen und Bürger aus Lübeck und Umgebung sind herzlich eingeladen, diesen Tag, am
 
                        3.Oktober 2015
 
gemeinsam mit uns zu begehen. Ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm sorgt für einen festlichen Rahmen.
 
Die Auftaktveranstaltung beginnt  um 10.30 Uhr am Grenzhaus mit einem ökumenischen Festgottesdienst am Grenzhaus.
 
 
Wie gewohnt gibt es Speis und Trank!
 
Wir laden alle Bürger ein mit uns zu feiern
 
   Samstag, den 3.10.2015:
 
10:30 Festgottesdienst Pastor Schäfer (Schlutup), Diakon Lenz (Schlutup),
Diakon Woest (Selmsdorf)
11:30 Stadtorchester Lübeck
12:30 Ansprache Bürgermeister  Bernd Saxe Lübeck und Landrätin Kerstin Weis (NWM)
Präsident der Bundespolizeiakademie Bernd Brämer (angefragt)
Eröffnung Mahn-u.Gedenkort HL- Schlutup
Michael Schulz UOKG Bundesvorstand  Denkmalbeauftragter  
13:00 "Travesänger"
14:00 "Möwenschiet"/ Eintreffen der Treckerfreunde
15:00 "Freibeutermukke"
16:00 Tanzmäuse TSV Schlutup/"Zumba Kids"
16:30 "Sweet Voices"- Kindergesangsgruppe
17:30 "Shazam Shadows"
19:00 "The Koasters"- Lübecker Kultband
            Michael Gartenschläger Gedenkkonzert mit Songs
            von Ted Herold usw.
23:00 Höhenfeuerwerk
                              -OPEN END-
-verschiedene Filme ( siehe Aushang)
 
Sonderausstellung   über: Das Frauengefängnis Hoheneck
der Heinrich Böll Stiftung
 
 Sonntag, den 4.10.2015:
 
11:00 Marsch zum Festzelt mit Brassband 
12:00 Frühschoppen mit Erbsensuppe
13:00 die Timmendorfer Skiffle Group 
16:00 Die blauen Jungs  ( Ahrenbök)
17:00 Küsten- Günther
und vieles mehr.
 
Für das leibliche Wohl wird gesorgt.


 

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Weiße Rosen für Flüchtlinge
 
Rosen gelten als Sinnbild für das Leben, die Farbe Weiß steht für Unschuld, Reinheit, Entsagung, Abschied und - Frieden. 54 weiße Rosen wurden nun gestern Nachmittag am Lütkenwischer Hans-Georg-Lemme-Denkmal angebracht. Das nahe der dortigen Fährstelle sich befindliche Zaunsegment, welches vor genau einem Jahr feierlich als Denkmal eröffnet wurde, erinnert nicht nur an den einstmals auf dem nahen Deich stehenden Grenzzaun, sondern auch an den Prignitzer Hans-Georg Lemme, der in der Nacht vom 19. zum 20. August 1974 nahe dem Elbkilometer 472,5 - also kurz vor der Lütkenwischer Ortslage - von einem Grenzerboot brutal überfahren wurde, so dass er ertrinken musste.
UOKG-Vorstandsmitglied Michael Schulz, der zusammen mit dem Lanzer Bürgermeister Hans Borchert und dem in Lütkenwisch lebenden Historiker Christian Etzel die Aktion durchführte und dazu extra aus Ratzeburg passende Blumen, die mittels eines „Tricks“ sogar in zehn Tagen noch frisch aussehen dürften, mitgebracht hatte, verkündete in einer kurzen Gedenkansprache: „Die 54 Rosen stehen für die mindestens 54 Flüchtlinge, die beim Versuch, die Grenze von Salzwedel bis Priwall zu überwinden, getötet worden sind. Wir sollten uns daran erinnern, dass alle Flüchtlinge damals mit offenen Armen aufgenommen sind. So gilt unsere Empathie auch all jenen Flüchtlingen, die jetzt zu uns kommen und die wir ebenfalls mit offenen Armen aufnehmen sollten!“
 
Text/Foto: Kerstin Beck



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13.12.2014
PRESSEMITTEILUNG

Gedenken und Erinnerung für DDR-Heimkinder in Berlin Alt Stralau

Rainer Buchwald, Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. (VOS) und

Michael. M. Schulz, Union der Opferverbände Kommunistischer

Gewaltherrschaft e.V. (UOKG) übergaben am Montag, 29.11.2014, dem

amtierenden Schulleiter des ehemaligen Durchgangsheimes Alt-Stralau,

Wolfgang Kirchstein, zwei Gedenktafeln, die den DDR-Heimkindern

gewidmet sind.

Im Kinderheim Alt-Stralau wurden Kinder und Jugendliche eingesperrt

und wehrlos nach DDR-Diktatur-Regeln sozialistisch diszipliniert.

Nun starteten die Betroffenen eine Initiative, um auf ihre Schicksale

aufmerksam zu machen. Sie fanden Unterstützer bei der VOS und UOKG. 

In dem ehemaligen Kinderheim, das heute eine Grundschule ist, wird der

Leiter der Thalia-Grundschule, Herr Kirchstein, gemeinsam mit den Schülern

jetzt einen geeigneten wie würdigen Platz für die Tafeln beraten. 

An historischem Ort werden, zu Ehren der betroffenen Heimkinder von

damals, fortan nach 25 Jahren zwei Gedenktafeln an ihr Leid erinnern.

Zeitgleich findet eine Austellung im stadthaus lichtenberg bis zum 30.4.2015 statt

12.10.2014 bis 30.04.2015

Widerspenstig und widerständig: http://www.museumsportal-berlin.de/de/ausstellungen/widerspenstig-widerstaendig-jugendkultur-lichtenberg-zwischen-1960-1990/


 

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04.08.2014
Wir haben den Verein würdig bei der 3.Demo vertreten und hier sind Bilder dazu:
diese wurden uns von Remo Wittkopp und Claus Suppe zur Verfügung gestellt und wir bitten diese von hier nicht zu kopieren! Danke

 
Bildergallerie zur 3.Demo zur Aufarbeitung von DDR-Unrecht


 
 
3. Kundgebung (und Demo) - Aufarbeitung DDR-Unrecht

Termin:
Samstag 02.08.2014 von 12-15 Uhr

Ort:
Treff Pariser Platz (vorm Brandenburger Tor, auf der Ostseite)

Wir möchten euch alle (Betroffene, Interessierte) sehr herzlich zu unserer nächsten Veranstaltung einladen.

Was wollen wir erreichen? Wir wollen darauf aufmerksam machen, dass es noch viele Opfergruppen gibt, die bisher zu wenig beachtet werden. Es gibt keinen Unterschied, ob es die Gruppe der Betroffenen von DDR-Zwangsadoptionen betrifft oder die Gruppe von Kinder und Jugendlichen, die in DDR-Spezialheimen / Jugendwerkhöfen waren oder ob es die verfolgten Schüler sind oder die sexuell missbrauchten Opfer in DDR-Einrichtungen betrifft u.v.m..

Fakt ist, dass wir alles Kinder und Jugendliche waren. Wir alle wurden auf unterschiedlicher Art und Weise in unserem Leben beschnitten und wir müssen bis heute mit den Auswirkungen leben.

Wir wollen auf die Ungleichbehandlung aufmerksam machen, welche die Annahmefristen für den Heimfond Ost und die strafrechtliche Rehabilitierung betreffen.

Wir wollen mehr Aufklärung in Bildungseinrichtungen. Die DDR wird in den Schulen nicht mehr als 2 Wochen behandelt, im Vergleich zum 2. Weltkrieg.

Wir fordern strafrechtlliche Rehabilitierung für die Betroffenen die in DDR-Spezialheime und Jugendwerkhöfen waren.
Wir fordern unbegrenzte therapeutische Hilfe für Missbrauchsopfer, die so etwas in DDR-Heimen erleben mussten.
Wir fordern die Aufklärung über eine erfolgte Adoption. Viele Adoptierte waren vor ihrer Adoption in einem Heim. Wenn sie über den Status bis jetzt nicht aufgeklärt wurden bzw. bald werden, können sie keine Leistungen aus dem Heimfond Ost beantragen.
Wir fordern die Rehabilitierung von Zwangsadoptionen und deren Auflösungen, wenn dies von den Betroffenen gewünscht wird.
Wir fordern Anerkennung und weitere Aufarbeitung des erlebten SED-Unrechts. Wir sind keine Täter, sondern Opfer!

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Ein paar Fragen, warum wir diese Veranstaltung ins Leben rufen.

Wer fragt nach uns? Niemand!

Warum? Weil die Öffentlichkeit von uns kaum etwas wahrnimmt.

Woran liegt das? Die Betroffenen äußern sich über ihr Schicksal, und aus unterschiedlichen Gründen, nicht bzw. kaum in der Öffentlichkeit.

Wieso nicht? Scham, Angst, keine Kraft dafür, Krankheit, Resignation

Ändern wir etwas damit? NEIN! Es wird niemand an unserer Tür klopfen und nachfragen, ob wir Hilfe bei der Bewältigung unserer Traumen benötigen oder wie man uns helfen kann, dass wir damit leben können.

Was können wir machen? Wir können ALLE auf die Straße gehen und auf uns aufmerksam machen.

Bringt das etwas? Das werden wir herausfinden, wenn wir es tun?

Was, wenn es nichts bringt? Wir können weiter herum jammern und meckern, wie ungerecht die Welt doch ist oder wir können in den Spiegel sehen und sagen, dass wir es ZUSAMMEN probiert haben und nicht aufgeben werden. Wir können erkennen, dass wir nicht allein mit unseren Traumen dastehen und das ein Zusammenhalt aller Beteiligten eine enorme Kraft für jeden Einzelnen sein kann. Und, wir haben und werden nicht aufhören, um Gehör in der Öffentlichkeit zu bekommen.

Worum geht es nicht? Es geht nicht darum, dass jeder für sich alleine kämpft. Jeder Mensch, jede Hilfsorganisation, jede Aufarbeitungsorganisation hat seine Daseinsberechtigung und ist für jedes einzelne Thema wichtig.

Was könnt ihr machen?
Kommt zu unserer Veranstaltung. Bringt entsprechende Plakate oder sonstiges mit, was für euer Thema wichtig.

Was müsst ihr dafür investieren?
Eure Zeit, eure Kraft, euren Willen, euren Mut und die Fahrkosten. Schließt euch in euren Gruppen zusammen und bildet Fahrgemeinschaften, um Kosten zu sparen.

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Veranstalter:
Andreas Laake und Katrin Behr

Organisationen:
OvZ-DDR e.V. (Hilfe für die Opfer von DDR-Zwangsadoptionen) in Kooperation mit der UOKG e.V.

Termin:
Samstag 02.08.2014 von 12-15 Uhr

Ort:
Treff Pariser Platz (vorm Brandenburger Tor, auf der Ostseite)

Aufzug (Demonstration):
Start 12 Uhr vom Pariser Platz – durch das Brandenburger Tor – auf der Straße des 17. Juni – bis hin zum großen Stern (einmal herum) – und den Weg zurück – abschließende Kundgebung ab 13 Uhr bis 15 Uhr wieder auf dem Pariser Platz

Informationstische:
Wir haben insgesamt 12 Meter bestellt. Wer einen Informationsstand braucht, bitte an Andreas Laake wenden, damit er sie einteilen kann.

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Für Tipps und Hinweise sind wir euch sehr dankbar, in dem Fall, dass wir etwas übersehen haben.

PS: Sollte ich bestimmte Opfergruppen vergessen haben, dann bitte schreibt es mir, damit ich diese noch hinzufügen kann. Katrin Behr
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01.02.2014

1.Sitzung des Vereins "Kindergefängnis Bad Freienwalde"/Interessengemeinschaft ehemaliger Heimkinder Ost fand heute von ca.11 Uhr bis 17 Uhr in dem Konferenzsaal der UOKG in der Ruschestraße in der ehemaligen Stasizentrale , der jetzt der BStU gehört, statt!
Anwesend waren Vertreter aus den verschiedensten Einrichtungen der ehemaligen Diktatur !
Obwohl es ein Protokoll für die Sitzung gab, war alles ganz locker! Es wurde an einer Presseerklärung gearbeitet in der klar und deutlich unsere Vorderungen formuliert wurde (noch nicht fertig)
Dann hörten wir Christian Sachse Politwissenschaftler zum Thema Freital und die Radioaktivität,
desweiteren berichtete eine Anwesende von dem Weg den sie ging um ihren verstorbenen Bruder posthum  rehabilitieren zu lassen,was ihr auch gelang .
Danach hatten wir Gelegenheit im einzelne jeder seine eigene Geschichte zu erzählen und lernten uns dabei ein Stück weit besser kennen.
Für das leibliche Wohl wurde durch den Vorstand gesorgt,es gab Bockwurst und Bouletten und Brötchen,Tee, Kaffee und Knabberzeug!
Es fanden in den Pausen sehr viele angeregte Gespräche statt!Ziemlich zum Schluß fand Detlef Jablonski noch den Weg zu uns und spielte einige seiner tollen Lieder!
Und wir können sagen das alle mit positiven Eindrücken diesen Tag beendet haben !



                                                                                                                       Berlin den 01.02.2014
„vorläufigePresseerklärung“                                           
Wenn ein Unrechtsstaat die ehemalige DDR selbst eingesehen hat,
das Durchgangsheime zu Displinierungseinrichtungen zu verkommen drohten und dadurch 1987 diese aufgelöst wurden zwei Jahre vor der Wende,
dann wäre es die Pflicht in unserem sogenannten demokratischen Staat dieses Unrecht anzuerkennen und die Opfer zu rehabilitieren und nicht weiter der Willkür dieses Staates auszusetzen!
Eine sofortige unbürokratische Rehabilitation wäre zwingend erforderlich!!!
 
  wir fordern:
  • Heimkinder mit dem Zusatz versehen „verfolgte Schüler“
  • Aktenberichtigung durch dessen Besitzer
  • Gleichstellung  zu denen ,mit einem positiven Lebensverlauf  zu mindestens auf  Facharbeiterbasis, beim Rentenausgleich auch derer die keine Ausbildung machen konnten
  • Unabhängigkeit der Bedürftigkeit
  • bei jüngeren Betroffenen –Qualifizierungsmaßnahmen  als Hilfe zum Leben zu verbessern
  • Hilfe im Bereich der Gesundheit ---> z.Bsp.in der Pflege und Reha. die Biographie besser einbeziehen
  • das Recht der Anhörungsmöglichkeiten der Betroffenen vor Gericht bei einem Rehabilitierungsverfahren
  • Nachzahlung der Halb-und Waisenrente für damals inhaftiert
  • Rentenausgleich auch für vor 14-Jährige die Zwangsarbeit leisten mußten
  • Neues Rehabilitationsgesetz erstellen welches  den historischen Tatsachen entspricht
  • Beweislastumkehr durch die  Gerichte und Staatsanwaltschaft
  • finanzielle Sicherheiten
  • Grundsicherung zur  Altersvorsorge und zur Betreuung
 

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     Presseerklärung  der UOKG                                      19. Dezember 2013
                                                             

Schnelle Lösung für den Heimfonds Ost muss gefunden werden.

Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft in Deutschland hatte im
Sommer 2012 die Einrichtung eines Hilfe-Fonds für ehemalige Heimkinder aus der DDR, die
durch die Heimerziehung heute noch unter Traumatisierungen, anderen Beeinträchtigungen
und Folgeschäden zu leiden haben, begrüßt. Sie sieht in diesem Fond auch heute noch einen
richtungsweisenden Schritt, notwendige Hilfen ohne unzumutbare bürokratische Hürden zu vergeben. Bereits während der Verhandlungen über die Einrichtung des Fonds wurde jedoch von verschiedenen Gutachtern mehrfach darauf hingewiesen, dass angesichts der hohen Zahl Geschädigter eine Summe von 40 Millionen Euro und die vorgesehene Zahl der Berater nicht ausreichen würden. Diese Voraussage hat sich in der Praxis bestätigt. Dass der Fond sich bald
erschöpfen würde, war den Verantwortlichen spätestens seit August 2013 bekannt. Sie haben
nicht gehandelt.
Nicht hinnehmbar ist es, dass nunmehr Differenzen zwischen Bund und Ländern über die Fortführung des Fonds auf dem Rücken der Heimkinder ausgetragen werden. Ab Oktober 2013 wurde für alle Heimkinder Ost ein überraschender Auszahlungsstopp verfügt, der bereits genehmigte Anträge betraf. Dadurch konnten viele Betroffene bereits genehmigte Einkäufe nicht bezahlen, was erhebliche finanzielle und psychische Folgen hat, die bis hin zu Re-
Traumatisierungen reichen. Wie den aktuellen Meldungen zu entnehmen ist, ist offenbar ge-
plant, die Verantwortung für die Verteilung der restlichen Gelder des Fonds den Beratungsstellen aufzubürden, wobei Kürzungen in den Zuweisungen unvermeidlich sein werden. Bis dann die Differenzen zwischen den Geldgebern zu einer möglichen Aufstockung überwunden sind,soll die Auszahlung ganz eingestellt werden. Diese Entscheidung ist angesichts dessen, dass ehemalige Heimkinder aus der DDR inzwischen Wartezeiten von einem Jahr und mehr zu ertragen haben, bis sie überhaupt einen Termin zu einer ersten Beratung erhalten, erniedrigend und entwürdigend.
Die Betroffenen haben die Wartezeiten hingenommen, weil sie darauf vertrauten, dass sie letztlich eine unbürokratische Hilfestellung erhalten werden. Nun wird ihre Geduld für das lange Warten offensichtlich bestraft. Die ohnehin in dieser Gruppe verbreitete Staatsverdrossenheit wird sich weiter verstärken, weil sie wiederum als Opfer zweiter Klasse eingestuft werden.
Die UOKG unterstützt nachdrücklich die öffentliche Erklärung der Berliner Anlauf- und Bera-
tungsstelle für die Heimkinder vom 13. Dezember 2013. Die neue Bundesregierung hat in ihrem
Koalitionsvertrag versprochen: „Wir werden die finanzielle Leistungsfähigkeit des Fonds für die
Heimkinder Ost sicherstellen.“ Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft fordert die neue Bundesregierung auf, ihre im Koalitionsvertrag gegebene Zusage in der Weise einzuhalten, dass die ursprünglichen Rahmenbedingungen umgehend wieder hergestellt und möglichst verbessert werden. Eine Aufstockung des Fonds sollte das Ziel verfolgen, allen Betroffenen in gleicher Weise die notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Die Zeit drängt.

Rainer Wagner, Bundesvorsitzender der UOKG

www.UOKG.de
Info@uokg.de
Vorsitzender: Rainer Wagner
Ehrenvorsitzende:
Gerhard Finn (†), Horst Schüler
Stellv. Vorsitzende:
Roland Lange
Ernst – O. Schönemann
Bundesgeschäftsstelle:
Ruschestraße 103, Haus 1
D-10365 Berlin
Tel: (030) 55779351

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  10.12.2013
Die Vertreter der Interessengemeinschaft Roland Herrmann und Rainer Buchwald waren bei der Eröffnung der Gedenkstätte-Zuchthaus-Cottbus stellvertretend für uns dabei!



http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/regioline_nt/berlinbrandenburg_nt/article122535192/Gedenkstaette-Zuchthaus-Cottbus-wird-mit-Ausstellung-eroeffnet.html
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Hier der Aktuelle Flyer zum JWH Freitel als PDF 

data/downloads/232267/Flyer_JWH_Freital_Fertig.pdf



Uran-Tümpel zerfrisst Freital

Oberbürgermeister fordert schnelle Sanierung Uran-Tümpel bedroht Freital
Giftsalze zerfressen schon die Fundamente des Edelstahlwerks
  Atom-Müll Uran-Tümpel bedroht Freital
Freitals OB Klaus Mättig (64, CDU) zeigt den Atom-Teich, der jetzt für 5 Millionen Euro gesichert werden soll
Freital – Die Zufahrt ist durch Gitter und Schlagbäume gesichert. Per Sondererlaubnis führt uns Freitals Oberbürgermeister Klaus Mättig (64, CDU) zum verbotenen Ort, der ihm seit Jahren Angst macht: Ein Atom-Tümpel in einer Senke über der 39 000-Einwohner-Stadt.
BILD IM SPERRGEBIET DER DDR-ALTLASTEN!
OB Mättig kriecht durchs Gestrüpp, klettert über eine marode Stahlbetonmauer: „Dieser gigantische Damm soll Freital vor dem strahlenden Uran des Schlammteichs 4 schützen. Doch sie ist löchrig und es besteht die Gefahr, dass die Atom-Brühe nach Freital dringt. Über die Weißeritz könnte sie bis nach Dresden gelangen.“
Mitte der 50er- Jahre legte die Wismut diese vier Hektar große Halde für Tausende Tonnen Rückstände der Uranerzaufbereitung an.
Wismut-Beauftragter Udo Becker (65) von der Firma G.E.O.S: „Menschen, Tiere und Pflanzen können hier schwer beeinträchtigt werden. Denn der deutsche Strahlungs-Grenzwert für Radioaktivität von 200 Nanosievert ist im Teich bereits fünffach überschritten.“ Mehr als 1000 Nanosievert zeigt der Geigerzähler!
Und es kommt noch schlimmer. Giftige Sulfat-Salze aus Wismut-Halden sind bereits zum BGH Edelstahl Freital durchgesickert. Stahlwerks-Chef Sönke Winterhager (44): „Sie zerfressen unsere bis zu 15 Meter tiefen Fundamente und Schächte.“
Deshalb startet jetzt ab Frühjahr 2014 die 5 Mio. Euro teure Not-Sanierung. Mättig: „Um die Todesgefahr auch für künftige Generationen zu bannen, wird mit Bundesmitteln zuerst das Wasser beseitigt und dann der strahlende Schlamm unter einer zwei Meter dichten Tonschicht eingesargt.“

http://www.bild.de/regional/dresden/atomendlager/uran-tuempel-bedroht-freital-33259286.bild.html

Maria Neuendorff 20.11.2013 11:35 Uhr
Die Haldenkinder
Eisenach/Freital (MOZ) Sven Richter musste als 17-Jähriger im Jugendwerkhof Freital neben einer Atomhalde leben und arbeiten. Mit 43 Jahren ist er an einer seltenen Krebsart erkrankt. Nun kämpft er um Rehabilitierung.
Sperrgebiet: Der Jugendwerkhof in Freital bei Dresden wurde längst abgerissen. Warnschilder mit Atom-Symbolen verweisen heute auf die unsichtbare Gefahr.
Manchmal, wenn Daniela Richter vor der Schicht ihres Mannes in der Küche den Kaffee aufsetzt, hört sie einen Schrei aus dem Schlafzimmer. Dann ist er wieder da, dieser fürchterliche Krampf in der Brust. "Man denkt, man bekommt einen Herzinfarkt", beschreibt ihn Sven Richter. Er muss dann eine Weile auf dem Bett ausharren und die Schmerzen ertragen. Sie sind die Folge einer schweren Krebs-Operation. Die Ärzte mussten ihm 2008 die Rippen brechen, damit sie ihm einen Teil der Lunge herausoperieren konnten. "Alveolarzellkarzinom im linken Lungelappen", lautete die Diagnose.
Ein Befund, die den heute 48-Jährigen aus dem thüringischen Eisenach zurückgeworfen hat in eine Zeit, die er eigentlich vergessen wollte. "Du bist nichts, und du wirst nie etwas werden", hat ihn damals der Direktor des Jugendwerkhofs in Freital bei Dresden begrüßt. Er weiß bis heute nicht, warum man ihn dort hingebracht hat, ein halbes Jahr vor Abschluss seiner Ausbildung zum Facharbeiter für Gießereitechnik. Eigentlich war doch alles ganz gut gelaufen in dem Jugendwohnheim in Gera, in dem er vorher gelebt hatte, nachdem er es zu Hause nicht mehr konnte. Alkohol, Schläge - als 15-Jähriger hatte er schon zwei Selbstmordversuche hinter sich. Die Jugendhilfe brachte ihn direkt aus dem Krankenhaus ins Wohnheim. Eine Zeit des Durchatmens. "Doch dann wurde ich plötzlich ohne Erklärung abgeholt und nach Freital gebracht."
Von den Baracken des Jugendwerkhofs "Junge Welt" blickte Richter direkt auf die vier Hektar große Halde, die die sowjetische Aktiengesellschaft Wismut in den 50er-Jahren für Tausende Tonnen Rückstände aus der Uranförderung angelegt hatte. "Auch die Absetzbecken des ehemaligen Uranbergbaus lagen nur 450 Meter entfernt", bestätigt das Sächsische Landesumweltamt. Die mit Wasser überdeckten Becken blieben jahrzehntelang sich selbst überlassen. Weil der deutsche Strahlungsgrenzwert für Radioaktivität des Schlamm-Teichs um das Fünffache überschritten ist, soll dort im Frühjahr 2014 das Wasser beseitigt und der Atom-Schlamm unter einer meterdicken Tonschicht verschlossen werden. Die fünf Millionen Euro teure Sanierung ist auch nötig, weil die Gifte des Uran-Tümpels schon die Fundamente des benachbarten Edelstahlwerks angreifen.
In diesem Werk muss Sven Richter Anfang der 80er-Jahre 16 Monate Zwangsarbeit leisten. Der Arbeitsweg führt die 14- bis 18-jährigen Jugendlichen täglich an den Absetzbecken vorbei. Die Arbeit ist hart. Platinen und Knüppel schleifen, acht Stunden im Akkord. "Danach war man wie gerädert. Viele sind hinterher beim Essen eingeschlafen", erinnert sich Richter.
Lohn bekommen sie nicht. Im Gegenteil. "Wenn wir die Norm nicht schafften, wurde das Taschengeld gestrichen. Als Strafen drohen unter anderem "Sonderreinigungsdienste oder der demütigende "Sackgang". Richter selbst ist von breiter Statur, wird nicht so oft krank wie die Schwächeren. Doch gegen die schädlichen Einflüsse seiner Umgebung ist auch sein sportlicher Körper nicht gewappnet. Im Stahlwerk gibt es weder Absaugvorrichtungen noch wird Mundschutz getragen. Die Kanzeln sind mit Asbest ausgekleidet. Beim Schleifen wird permanent Nickel freigesetzt.
"Viele der Jugendwerkhöfe wurden gezielt an Industrieanlagen angesiedelt", sagt Karsten Laudien. Der Politikwissenschaftler aus Berlin hat vor kurzem einen Atlas zu DDR-Spezialheimen veröffentlicht. In den Einrichtungen, in denen von 1949 bis 1990 bis zu 100000 Kinder und Jugendliche interniert waren, hätten Zustände wie beim Militär mit Straf- und Lohnsystem geherrscht. Viele blieben ohne Schulabschluss und erhielten auch keine Ausbildungen, die auf dem Arbeitsmarkt anerkannt wurden, erklärt Laudien.
Im Jugendwerkhof Freital, in dem zeitweise rund 130 männliche Jugendliche lebten, wurde im Dreischichtsystem gearbeitet. Aus einer Akte des Jahres 1979 geht nach Angaben Laudiens hervor, dass dort Platz für weitere 100 Jugendliche geschaffen werden sollte, obwohl der Bedarf an Jugendwerkhöfen abnahm, wie der Forscher berichtet. "Offenbar wegen der im Edelstahlwerk benötigten Arbeitskräfte."
Das Gefühl, für die Planerfüllung der DDR ausgenutzt worden zu sein, ohne Rücksicht auf Verluste, nagt an Sven Richter. Es hat dafür gesorgt, dass er nach vielen Jahren des Schweigens die Schublade aufgezogen und die schmerzhaften Erinnerungen herausgelassen hat. An die traumatischen Tage in der vier Quadratmeter kleinen Arrestzelle und die winterlichen Strafappelle im Schlafanzug. Oder an den Moment, als ein 100 Kilo schweres Metallstück auf seinen Fuß fiel, und kein Erwachsener half. "Fast eine Stunde hat es gedauert, bis mich ein Kamerad zur Sani-Baracke geschleppt hat. Der Fuß aufgebläht wie ein Ballon." Er wurde gerettet. Der Freund habe es seit dem Gewaltmarsch mit dem Rücken. "Man hatte ihm damals eine Spritze hinein gejagt. Da ist wohl was schief gelaufen."
Man hat sich inzwischen wiedergefunden. Über Webseiten wie www. Schattenkinder-der-ddr.de tauscht man sich aus, recherchiert gemeinsam nach Daten zu der Strahlenbelastung im Freitaler Jugendwerkhof. "Es gibt eine Reihe von weiteren ehemaligen Insassen, die an unerklärlichen Krankheiten leiden", sagt Daniela Richter, die ihren Mann beim Kampf um Rehabilitierung und Aufklärung unterstützt. "Sie erzählen von Ratten, die größer waren als Katzen", berichtet die 43-Jährige.
Auch im Amt für Strahlenschutz ist das Problem bekannt. "In Freital wurde in Häusern das Zehnfache der normalen Radon-Strahlung gemessen," sagt Medizinphysikerin Inge Schmitz-Feuerhake. Schon niedrigere Dosen in der Außenwelt erzeugten Lungenkrebs. Auffällig bei Richter und einem weiteren Betroffenen aus dem Jugendwerkhof sei das junge Erkrankungsalter, in dem dieser Krebs normalerweise nur sehr selten auftrete, sagt die Expertin. Sie erstellt Gutachten für krebserkrankte Bergleute der Wismut zwecks Anerkennung bei den Berufsgenossenschaften. "Doch die spielen das Problem herunter."
Auch Sven Richters Krebs wird nicht als Berufskrankheit anerkannt. Die einmalige Zahlung von 300 Euro Entschädigung aus dem Fonds Heimerziehung, die er für jeden Monat im Jugendwerkhof bekommen hat, reichen nicht aus, um sich zur Ruhe zu setzen. Wenn der 48-Jährige, der inzwischen auch noch an Multiple Sklerose erkrankt ist, heute in Rente gehen würde, bekäme er 841 Euro. "Damit kann ich meine fünfköpfige Familie nicht ernähren", sagt Richter.
Aus dem Kinderzimmer hört man seinen fünfjährigen Sohn lachen. Richter will für ihn sorgen können. Will sich nie wieder von einem Staat abhängig machen. So geht er trotz Atemnot und teilweise gelähmten Gliedern weiter zur Nachtschicht im Motorenwerk und bedient schwere Maschinen. "Du bist nichts, und du wirst auch nie etwas werden" - die Ansage von damals hat gewirkt. Wenn die Familie beim Essen sitzt, lege ihr Mann immer nach 15 Minuten das Besteck weg, "als wäre er noch im Jugendwerkhof", berichtet Daniela Richter. Es sei wie eine innere Uhr, die noch immer in ihm ticke. Aus Sven Richter ist ein Arbeitstier geworden. Einer, der sich trotz schwerer Krankheit noch kaputt schuftet. Hauptsache Leistung bringen - das wird er nicht mehr los.


http://www.moz.de/artikel-ansicht/dg/0/1/1216041
 
letzte Änderung: 06.05.2016